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Intrigen in der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Duisburg-Buchholz?

Neues > 2013

Zuletzt geändert am 16.12.2013


Intrigen in der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Duisburg-Buchholz?


Die BGHM ist neben vielen anderen Beteiligungen auch Teilhaberin der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik GmbH in Duisburg. Diese Klinik hat eine lange Tradition und bis vor kurzem einen guten Ruf in der medizinischen Rehabilitation. Auch die Stadt Duisburg war stolz, diese Klinik in ihrer Stadt zu haben, weil sie auch viele Verletzte behandelte, die als Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung sich dorthin begaben.

Von der Klinik der zwei BGen mit einem Kuratorium ...

Sie wurde von 1955 bis 1957 von den damaligen Berufsgenossenschaften Bau-Berufsgenossenschaft Wuppertal und Maschinenbau- und Kleineisen-Berufsgenossenschaft Düsseldorf errichtet. Der erste Chefarzt war Dr. Janke und die erste Verwaltungseinrichtung bestand aus einem Kuratorium, das sich aus Vertretern der Vorstände der oben genannten Berufsgenossenschaften zusammensetzte. Dieser etwas kuriosen Einrichtung machte das damals noch rechtskundige Bundesversicherungsamt anlässlich einer Aufsichtsprüfung in den frühen sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts ein Ende und bestimmte, dass die Klinik in direkter Eigenträgerschaft der beiden genannten Berufsgenossenschaften zu führen sei.

... über Klinikausschüsse ...

Von da an wurde die Klinik von Klinikausschüssen der beiden Trägerberufsgenossenschaften und den jeweils autorisierten Hauptgeschäftsführern, die gleichzeitig im Hauptamt als Geschäftsführer die Klinik leiteten, verwaltet.

Die Verwaltung funktionierte nicht immer reibungslos aber insgesamt befriedigend, so berichteten die Kollegen, die den Klinikausschüssen angehörten. Vor allem die Kollegin Franzmann, die Kollegen Skrotzki, Schildknecht, Kühlborn und Kalinowski, aber auch die Arbeitgebervertreter von Frankenberg, Drost, Josten, Monnerjahn und Seynsche, später auch Dr. Thieler hatten erheblichen Anteil an den Verdiensten der Klinik, die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und die damals die zweite ihrer Art war.

Insbesondere nachdem 1971 Herr Prof. Dr. Hierholzer die medizinische Leitung der Klinik übernahm, entwickelte sich das Haus über seinen gesetzlichen Auftrag hinaus, die Rehabilitation mit allen geeigneten Mitteln zu betreiben, der überzeugend erfüllt wurde, auch zu einer Stätte, in der zahlreiche wissenschaftliche Kolloquien zur Fortbildung der Durchgangsärzte und H-Ärzte durchgeführt wurden.

Hervorzuheben ist, dass die Klinik dabei stets auch Überschüsse erwirtschaftete, wenn man von 2 oder 3 Jahren absieht, in denen auf Grund von Baumaßnahmen die Aufnahmekapazitäten eingeschränkt waren.

... zur GmbH mit Aufsichtsrat ...

Diese Entwicklung, die auch von dem damaligen Verwaltungsdirektor, Herrn Erben, unterstützt wurde, endete zunächst mit der Pensionierung von Herrn Prof. Dr. Hierholzer und mit dem danach modischen Trend, alle Eigenträgerkliniken zu Vereinen oder GmbHs umzuwandeln.

Nun kann man auch gegen einen gut funktionierenden Verein, der seinen gesetzlichen Auftrag gut erfüllt, nichts einwenden. Viele Berufsgenossenschaftlichen Kliniken wurden damals wie heute in Vereinsform geführt. Wichtig allein ist die Frage, ob die versicherten Unfallverletzten, ob BG-Patienten oder KV-Patienten, ordentlich medizinisch versorgt werden.

Indes klappte die Umwandlung in einen Verein in der Duisburger Unfallklinik nicht, denn das Bundesversicherungsamt, das nach § 94 SGB X eingeschaltet werden musste, machte Bedenken geltend und wies darauf hin, dass die Vereinsform nicht mehr "zeitgemäß" sei und vielmehr an die Gründung einer GmbH gedacht werden müsse, ohne allerdings bei den bestehenden Vereinen zu intervenieren.

So wurde 2002 zunächst eine BGB-Gesellschaft und zwei Jahre später eine GmbH gegründet. Die medizinische Leitung lag inzwischen bei Prof. Dr. Kortmann, der sich ebenfalls um die Klinik sehr verdient gemacht hatte, aber aufgrund schwerer gesundheitlicher Probleme 2009/2010 als ärztlicher Direktor ausscheiden musste.

Neuer Geschäftsführer der Klinik war seit 2002 der "Profi" Herr R. Stellvertreter wurde eine promovierte Dame. Der Geschäftsführer führte die Klinik zusammen mit der Gesellschafterversammlung und dem Aufsichtsrat.

Nun muss es nicht allein an dieser Verwaltungsreform und an der Arbeit der Geschäftsführung gelegen haben, dass sich die wirtschaftliche Situation der Klinik von der Gründung der GmbH an verschlechterte, obwohl man in den meisten Jahren noch Gewinne erzielte. Mitursächlich waren sicher auch die sich verschlechternde Situation der Duisburger Kliniklandschaft und die Weigerung der Krankenkassen, ihre Patienten zu BG-Tarifen in der Klinik behandeln zu lassen. Hinzu kam ein monströser und in seinem Volumen völlig überflüssiger Neubau, der nicht nur erhebliche Mittel der Klinik sondern auch der an der GmbH beteiligten Berufsgenossenschaften verschlang.

Natürlich müssen medizinische Einrichtungen den modernen wissenschaftlichen Entwicklungen zum Wohle der Unfallverletzten angepasst und erweitert werden. Was aber in Duisburg und anderen BG-Kliniken geschah, sprengte nicht selten diesen Rahmen und hatte eher repräsentative Ausmaße. Dennoch hielten Geschäftsführung und Selbstverwaltung zusammen und die Baumaßnahme kam zu einem guten Ende.

... und der Abschied vom Geschäftsführer der Klinik ...

Das rief dann Dr. Platz auf den Plan und er schickte einen seiner Mitgeschäftsführer, Schmitz, zunächst nur in den Aufsichtsrat, vermutlich um dort die Arbeit der Aufsichtsratsmitglieder und die der Gesellschafterversammlung zu beobachten und auszuforschen. Das Ziel bestand möglicherweise darin, die früheren Maßnahmen von Selbstverwaltern und hauptamtlich Beschäftigten - ähnlich dem Vorgehen bei der BGHM selbst - nach etwaigen Verstößen oder was von Dr. Platz und Schmitz dafür gehalten wird, zu untersuchen. Forum-BG hat in Die BG Holz und Metall (35) - Wunder nach Mainzer Art sowie in Die BG Holz und Metall (41) - Dr. Platz macht sich frei bereits über den Zweck der Entsendung von Schmitz als Geschäftsführer der Klinik, angeblich mit einer Stunde pro Tag, berichtet.

Schmitz wurde auch fündig.

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