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Die Mitgliederver-sammlung 1/2009 in Berlin

Neues > 2009

Zuletzt geändert am 18.9.2009


Der Bericht des Vorstandes: Der Kapaun als Verkünder der Morgenröte

Es hat bereits eine Tradition, dass der Bericht der Geschäftsleitung des DGUV e.V. grundsätzlichere Themen und vor allem politischere Themen beinhaltet als der Bericht des Vorstandes. Auch bei der Mitgliederversammlung am 28.7.2009, in Berlin stand der Bericht des Vorstandes wieder in einem gewissen Gegensatz zu den Berichten der Mitglieder der Geschäftsführung.

Bemerkenswert war, dass im Bericht des Vorstandes dieses Mal an erster Stelle das "äußerst positive Erlebnis" des 7. politischen Sommerfestes des DGUV e.V. in Berlin an erster Stelle stand, zu dem Dr. Wolff als Berichterstatter für den Vorstand zu berichten wusste:

"Und es ist nicht übertrieben, wenn ich behaupte: wieder mit vollem Erfolg! Die Gästeliste liest sich wie das "Who is Who" der sozial- und gesundheitspolitischen Szene. Darunter: Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, mehrere Staatssekretäre wie z. B. Marion Caspers-Merk, Franz Thönnes und Franz-Josef Lersch-Mense, Abgeordnete des Bundestages wie z. B. die Herren Weiß, Grotthaus, Kolb, Bahr, Schiewerling, Cylajew, Barthel, Steppuhn etc., Annelie Buntenbach vom DGB, für die IVSS Hans-Horst Konkolewsky oder auch Josef Hecken, der Präsident des BVA. Das zeigt: Wir werden immer stärker als ein gewichtiger Akteur im politischen Berlin wahrgenommen. Und Sie alle werden mir sicher zustimmen, wenn ich sage: Das ist richtig und wichtig. Denn zum einen müssen wir dauerhaft "mitmischen", um unsere Positionen und Interessen deutlich zu vertreten. Aber zum anderen sollten wir auch mitreden, denn wir haben viel an Know-how und Erfahrung in aktuelle gesellschaftliche Debatten einzubringen. Hier möchte ich nur Themen wie demografische Entwicklung oder Gesundheitsschutz und Kostensenkung durch Prävention nennen.

In erster Linie zeigt sich unsere gewachsene politische Rolle bei den großen Weichenstellungen - aber immer wieder auch bei kleineren Projekten. So hat gerade erst der Staatssekretär im BMAS Franz Thönnes darum gebeten, unseren neuen Flyer zum Unfallschutz im Ausland für Schüler und Studenten allen Abgeordneten des Bundestages mit persönlichem Anschreiben zusenden zu können. Ein schöner Erfolg, der zeigt, welche Relevanz unsere Themen im politischen Raum haben."

Nun soll keinesfalls bestritten werden, dass es wichtig sein kann mit den politischen Größen Berlins in einem guten Kontakt zu stehen und mit ihnen Wein, Sekt und/oder Bier getrunken und geplaudert zu haben. Wenn sich Vorstandstätigkeit aber darauf als Aktivität beschränkt - wie es dem Vorstandsbericht nach den Anschein hat -, dann stimmt entweder an der Vorstandsarbeit oder am Bericht etwas nicht.

Im weiteren wurden als Themen genannt:
· die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes zur Monopolfrage
· der Fusionsprozess
· das Corporate Design und seine Vorstellung anlässlich der 125. Jahrefeier zum Bestehen der Unfallversicherung
· der Titel der nächsten Präventionskampagne
· ein Gespräch zur Verkehrssicherheit unter Leitung des Bundesverkehrsministers für die nächste Verkehrssicherheitskampagne
· der Wechsel in der Präsidentschaft beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) von Prof. Bandmann zu Dr. Eichendorf
· die konstituierende Sitzung der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz
· die neuen Meldepflichten für die Unternehmer aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben
· die Durchführung der Bad Hersfelder Rehabilitationstage
· die Ausweitung des Projektes job.bg auf alle Landesverbände - die es eigentlich gar nicht mehr gibt

und das war es dann auch schon. Eigentlich verblüffend, dass der Vorstand über Dinge berichtet auf deren Verlauf und Ergebnis keinen Einfluss hatte, bei denen die Entscheidungen durch andere getroffen worden waren: so die Entscheidung des EuGH, der Wechsel in der Präsidentschaft des DVR, die Sitzung der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz und die neue Meldepflichten. Oder er berichtet über Dinge bei denen der Vorstand von anderen vorgegebene Entscheidungen begleiten oder begleitend "umsetzen" durfte: so der Fusionsprozess, die Vorstellung des Corporate Design bei der 125. Jahrfeier und die Absegnung des Titels der Präventionskampagne.

Einfluß hatte er eigentlich nur auf die Ausweitung des Projektes job.bg.

Schließlich durfte der Vorstand dann noch anwesend sein: beim Sommerfest und bei den Rehabilitationstagen in Bad Hersfeld.

Man kann für den Vorstandsbericht - vorsichtig gesprochen - sagen, es besteht eine gewisse Lücke zwischen großem politischem Geklingel und vorgetragener Selbsteinschätzung einerseits und der praktischen, auf das Wohl und Weh der Versicherten und Betriebe gerichteten Tätigkeit andererseits.

Der Bericht ist nachlesbar unter: Bericht Vorstand MV 1/2009


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