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Die Falkensteiner Tage 2010

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Zuletzt geändert am 22.08.2013



Das Mesotheliomregister und die Dokumentation über die Falkensteiner Tage 2010

Ein Musterbeispiel für die Finanzierung von Instituten, die Gutachten für Unfallversicherungsträger erstellen, ist das Deutsche Mesotheliomregister. In beinahe exemplarischer Art und Weise wurde bei den Falkensteiner Tagen 2010 offensichtlich, dass es beim DGUV e.V. ein hohes Interesse gab und gibt, die finanzielle Abhängigkeit des Mesotheliomregisters vom DGUV e.V. nicht an die Öffentlichkeit kommen zu lassen. Interessant war am Diskussionsverlauf der Tagung in Falkenstein, dass Frau Prof. Tannapfel als Direktorin des Deutschen Mesotheliomregisters natürlich die Finanzierung und mithin auch die weitgehende Abhängigkeit dieses Instituts vom DGUV e.V. kannte, sie hierin aber keinen möglichen Interessenskonflikt bei der Begutachtung erkennen konnte oder wollte.

Hier ein Auszug aus der Dokumentation (S. 154 und 155), der Aufschluss über die finanzielle Abhängigkeit des Deutschen Mesotheliomregisters vom DGUV e.V., dem Dachverband der Unfallversicherungsträger in eindringlicher Form verdeutlicht:








Die Schwärzung der Zahlen im Text und die Fußnote 1 wurde vom DGUV e.V. als Herausgeber vorgenommen und die Begründung:
"Die genannten Zahlen können hier nicht wiedergegeben werden. Es handelt sich um interne nicht zur Veröffentlichung bestimmte oder freigegebene Daten."


Um ein Bild der finanziellen Abhängigkeit des Mesotheliomregisters zu geben sollen hier nochmals die bei der Diskussion genannten Zahlen aufgeführt werden:

Die dem Vorstand des DGUV e.V. vorgelegte Empfehlung für den Haushalt des DGUV e.V. enthielt neben einer detaillierten Aufstellung des Wirtschaftsplans (sie liegt dem Autor vor) die folgenden Zahlen:
Der Wirtschaftsplan des Mesotheliomregisters sollte für 2011 insgesamt 1.710.300 € Aufwendungen umfassen. Es wurden 850.000 € Einnahmen durch Begutachtungen und 260.000 € aus Arztabgaben angesetzt. Die Aufwendungen sollten weiterhin durch Auflösung eines Sonderpostens in Höhe von 120.000 € und geringen Zinseinnahmen gedeckt werden. Die verbleibende Deckungslücke in Höhe von 477.000 € sollte durch den DGUV e.V. getragen werden.

Im Diskussionsbeitrag waren nur die Zahlen 850.000 € und 477.000 € genannt worden.
Eine Stellungnahme von Frau Prof. Tannapfel zum vermuteten Interessenskonflikt wurde - wie aus der Dokumentation der Falkensteiner Tage 2010 ersichtlich ist - im weiteren Verlauf der Diskussion nicht mehr gegeben.
Die vollständige Dokumentation der Falkensteiner Tage 2010 kann beim DGUV e.V. als Publikation bestellt werden unter:
https://publikationen.dguv.de/dguv/udt_dguv_main.aspx?FDOCUID=25526

Sie kann aber auch aus dem Internet heruntergeladen werden unter:
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/falkensteinertage2010.pdf











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