Forum BG, Diskussionsplattform für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


Die BG Holz und Metall (98)

Neues

Zuletzt geändert am 13.04.2017


Die BG Holz und Metall (98) - … fragen muss ja noch erlaubt sein!


Wie heißt es so schön: fragen macht klüger!

Eigentlich müsste es richtig heißen: Fragen
kann klüger machen.
Denn weder der Fragende, noch der Antwortende sollten völlig unbeleckt von dem Thema sein, um das es geht. Dabei können naive Fragen durchaus zum Ziel führen, gerade, wenn der Fragende selbst nicht naiv ist. Vor allem aber sollte der Antwortende nicht naiv sein, den gefragten Themenbereich hinreichend kennen und die gestellte Frage verstehen.
Gut, werden Sie sagen, was soll das, wo liegt das Problem?


Wir haben es wieder mit der BGHM und überdies mit Roland Trocha zu tun!

Wie Forum-BG erfahren konnte, wurden während einer Dienstbesprechung der Präventionsabteilung, bei der auch Roland Trocha anwesend war, die Teilnehmer aufgefordert, Fragen an Roland Trocha zu stellen.
Eine interessante Konstellation: Da werden Fachleute für den Bereich Prävention aufgefordert an einen der Hauptabteilungsleiter aus der Abteilung Prävention, nämlich Roland Trocha, Fragen zu stellen.

Es blieb - logischerweise - nicht aus, dass sich Fragen und Anmerkungen auch auf Defizite und belastende Zustände bei der Arbeit in der Prävention der BGHM bezogen. Schließlich sollen und wollen die Kolleginnen und Kollegen aus der Prävention, den Aufgaben, die ihnen gestellt sind und die sie täglich zu bewältigen haben, gerecht werden. Entsprechend wurden dann auch Fragen gestellt, die Roland Trocha weniger angenehm waren und ihn möglicherweise aufgrund seiner fehlenden fachlichen Kompetenz - Prävention ist ja nun nicht sein Metier - überforderten.

Die Konsequenz war jedenfalls, so wurde berichtet, dass der direkte Vorgesetzte der fragenden Kollegen zu einem 4-Augen-Gespräch zu Roland Trocha gebeten wurde und, dass weiterhin die fragestellenden Kollegen danach zu einem Personalgespräch "gebeten" wurden.


Was soll man daraus folgern?

Müssen sich die Vorgesetzten künftig die Fragen von Präventionsfachleuten erst einmal zur Genehmigung vorlegen lassen und prüfen, ob die Fragen

a) von Roland Trocha, Dr. Platz und Co überhaupt verstanden werden können, oder ob die gestellten Fragen

b) diese BGHM-Götter möglicherweise fachlich überfordern könnten, und ob sie

c) in der BGHM überhaupt zulässig sind, also Roland Trocha und vor allem Dr. Platz und Co auch genehm sind.

Ein derartiges Verständnis von Abteilungstreffen oder auch Abteilungsbesprechungen ist eigentlich ein Relikt aus einer anderen, längst vergangenen Zeit. Oder sollen derartige Fragestunden nur dazu dienen, "aufmüpfige" Fragesteller zu identifizieren? Das würde in die grundlegende Abneigung von Dr. Platz gegenüber Prävention und Präventionsmaßnahmen passen, dort will er ja Kosten sparen.


Bei der BGHM nennt sich das dann "Führungsstil".

Ist es verwunderlich, dass ein derartiger Führungsstil eine stromlinienförmige Angepasstheit der meisten Vorgesetzten zur Folge hat?

Erinnern wir uns, Führung bei der BGHM hat weniger mit fachlicher Kompetenz zu tun und orientiert sich nicht unbedingt an den rechtlichen Vorgaben für gesetzliche Unfallversicherungen. Dr. Platz und Co haben bislang hinreichend bewiesen, dass sie auf rechtliche Vorgaben weniger Wert legen. Man braucht keine Ahnung zu haben, schließlich ist man die Geschäftsführung und leitet den Laden und kann ja immer sagen: Wem es hier nicht passt, der kann sich ja einen anderen Arbeitgeber suchen!

Zweifelsfrei eine Personalführung, wie man sie bei einer gesetzlichen Unfallversicherung weder erwarten würde und vor allem überhaupt nicht braucht. Prävention, Rehabilitation und Entschädigung arbeitsbedingter Gesundheits- und Unfallrisiken sowie von Berufskrankheiten sind wichtig und zwar gleichermaßen wichtig für die versicherten Beschäftigten, wie auch für die Betriebe und nicht zuletzt auch für unsere Gesellschaft.

Zumindest so viel sollte die amtierende Selbstverwaltung begriffen haben, aber mit einem solchen Verständnis ist innerhalb der verbleibenden Amtszeit kaum mehr zu rechnen.

Ein Problem, das bei der BGHM seit 2011 besteht. Aber Dr. Platz hat den Vorstand der BGHM ja wohl nicht nur bei der Besetzung der Hauptabteilungsleiterstelle in der Abteilung Prävention mit dem Kandidaten Roland Trocha überrumpelt, oder soll man sagen über den Tisch gezogen (vgl. u.a. Die BG Holz und Metall (87) - Zweiter Nachtrag). So lange die Selbstverwaltung der BGHM, insbesondere der Vorstand, sich nicht um die BGHM kümmert, also um die Erfüllung deren Aufgaben: Prävention von Arbeits- und Gesundheitsgefährdungen, Rehabilitation und Entschädigung ihre Organisation und Verwaltung, so lange wird sich bei der BGHM auch nichts ändern.

Aber keine Sorge: Roland Trocha ermuntert, weitere Fragen zu stellen! Ganz im Sinne der Führungsleitlinien, wo in den (verpflichtenden) Begleitveranstaltungen zu Offenheit, Mut, Kritik und Mitarbeit aufgerufen wurde, wie es mittlerweile auch die Startseite der Dienst-PC's ausweist.

Nun ist es ja so, dass Roland Trocha als Hauptabteilungsleiter von Dr. Platz vorgeschlagen und vom Vorstand eingesetzt wurde und in der Abteilung Prävention arbeitet. Er kommt also nicht umhin einen Nachweis zu liefern, dass er in diesem Bereich nicht nur sitzt, sondern auch "tätig" ist. Nicht ganz einfach, wenn die Kompetenzen eher in der Beurteilung der Zulässigkeit von Pralinengeschenken liegen (vgl. Die BG Holz und Metall (57) - Heiße Luft oder das Spektakel um Compliance (Teil 2)). Insofern überrascht es nicht, dass Roland Trocha mit dem folgenden Schreiben neue Fragen erbittet.



Kein Wunder, dass man die Mitarbeiter an der Basis fragen muss, wenn man selbst keine Ahnung von der Arbeitsweise der eigenen Hauptabteilung hat. Immerhin hat er schon die Erkenntnis gewonnen, dass in der Prävention auch Personen arbeiten, die nicht nur sachverständig, sondern auch zu selbstständigem Denken fähig sind.


Und was muss man nun daraus folgern?

Sollten die Kolleginnen und Kollegen künftig sehr vorsichtig mit Ideen und Vorschlägen sein, da sie gegen sie verwendet werden und in Sanktionen enden könnten, falls sie bisherigen Mainzer ex-cathedra Verkündigungen zuwider laufen? Sollten die Ideen und Vorschläge aber angenommen werden, dann gibt es bestimmt jemand anderen, der sie als eigene Erleuchtung verkauft.


… und wieder einmal die rhetorische Frage:

Was sagen eigentlich die IG Metaller im Vorstand zu solchen Vorgängen?

Anscheinend nichts! Die laufende Wahlperiode ist ja auch bald vorbei und da will man nicht plötzlich aktv werden!

































































































Homepage | Was wollen wir | Neues | Berufskrankheiten | Informationen | Dokumente | Stichworte | Literatur | Impressum | Kontakt | Site Map


Aktualisiert am 18 Jul 2017 | forum-bg@forum-bg.de

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü