Forum BG, Diskussionsplattform für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


Die BG Holz und Metall (91)

Neues > 2016

Zuletzt geändert am 28.09.2016


Die BG Holz und Metall (91) - … Wahnsinn!


Forum-BG hat schon mehrmals über die Schwierigkeiten berichtet, die Dr. Platz und der Rest der Geschäftsführung der BGHM mit ihrer Präventionsaufgabe haben. Das liegt vermutlich nicht zuletzt daran, dass sich auch die Selbstverwaltung schwer mit der ihr übertragenen Aufgabe tut, alles für die Prävention von Arbeitsunfällen, von Berufskrankheiten sowie berufsbedingten Erkrankungen zu tun. Hier hat Wilfried Ehrlich in der Vergangenheit und sicher auch gegenwärtig ganze Arbeit geleistet. Wie wenig aber die Geschäftsführung unter der Leitung von Dr. Platz von Prävention versteht und wie gleichgültig sie ihr auch ist, bestätigt sie gegenwärtig sehr eindringlich.


Was ist passiert?

In einer Information des Personalrates der BGHM für die Beschäftigten verweist dieser auf Veröffentlichungen des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) und auf die Empfehlung zur Nutzung von Sommer- und Winterreifen, da diese gegenüber Ganzjahresreifen erhebliche sicherheitstechnische Vorteile haben. Ausgehend hiervon schreibt der PR:

"Diese und gleichlautende Empfehlungen anderer Fachverbände oder -vereine stützen unsere Bemühungen, die Verwaltung davon zu überzeugen, die größtmögliche Sicherheit unserer Dienstwagenfahrer zu gewährleisten und von der Ausstattung mit Ganzjahresreifen wieder abzusehen …

Nachdem alle bisherigen Gespräche die Geschäftsführung nicht zur Rücknahme ihrer Entscheidung für Ganzjahresreifen bewegen konnten, haben wir nun im Rahmen dieser Initiativrechte formal die Ausstattung aller Dienstwagen mit Sommer- und Winterreifen beantragt. Dabei stützen wir uns auch auf die bereits bestehende - und aus unserer Sicht mängelfreie - Gefährdungsbeurteilung der BGHM, nach der Dienstfahrzeuge mit Winterreifen auszustatten sind. …"



Peinlich:
Dr. Platz und Co. wollen zu Lasten der Sicherheit sparen!

Wir wissen ja mittlerweile, dass Dr. Platz gerne immer dann spart, wenn es um die Prävention geht. Schließlich müssen die Kosten der Anwaltskanzleien irgendwie ausgeglichen werden, die die BGHM für ihre sinnlosen und gleichermaßen erfolglosen Klagen über mittlerweile mehr als ein halbes Jahrzehnt (!!!) beschäftigt,. Andernfalls müsste ja die Automobilindustrie mit einer Beitragserhöhung konfrontiert werden und das würde sicherlich weder von Wilfried Ehrlich, noch von Professor Dr. Eckhard Kreßel gut geheißen werden.

So scheinen Dr. Platz und Co auf eine grandiose Idee gekommen zu sein: Künftig sollen die Dienstwagen nicht jahreszeitlich bedingt, mit Sommer- bzw. mit Winterreifen ausgestattet werden, nein, es sollen Ganzjahresreifen gefahren werden.

Der Personalrat verweist völlig zu Recht auf die verschiedenen Veröffentlichungen und Untersuchungen, die zweifelsfrei belegen, dass die Nutzung von Ganzjahresreifen riskanter ist, als die Nutzung von Sommer- und Winterreifen.

Deshalb sind der Personalrat, wie auch der Gesamtpersonalrat der Auffassung, dass diese Entscheidung von Dr. Platz und Co, die Sicherheit der Beschäftigten verringert. Das kommt wohl daher, dass die Personalvertretungen etwas von Sicherheit, insbesondere Arbeitssicherheit verstehen.


Noch peinlicher:
Dr. Platz und Co kennen nicht einmal die Veröffentlichungen der BGHM

Da hatte die BGHM doch 2015 einen Wandkalender für die Mitgliedsbetriebe herausgegeben, in dem es unter 10/2015, also für den Monat Oktober, eine ausführliche Information zum Thema "Sicherer Arbeitsweg" gibt. Dort heißt es u.a.

  • unter "Mögliche Gefährdungen/Belastungen":


"Nicht an die Witterungsverhältnisse angepasste Bereifung"


  • unter "Was kann passieren?":


"Verletzungen unterschiedlichen Ausmaßes",
"Tod",
"Psychische Belastungen aufgrund von Unfallfolgen",
"Ausfallzeiten",
"Materialschäden an Fahrzeug und Ladung",
"Imageschaden für das Unternehmen"


  • unter "Was ist zu tun?":


"Reifen der Jahreszeit anpassen, d.h. Winter- oder Sommerreifen benutzen"

Eigentlich sehr einleuchtend und verständlich, aber wohl nicht für Dr. Platz und Co. Soll es tatsächlich so sein, dass dies zwar für die Mitgliedsbetriebe, nicht aber für die BGHM selbst gilt? Will die BGHM, wollen Dr. Platz und Co tatsächlich, abweichend von ihren eigenen Empfehlungen handeln und ein schlechtes Beispiel für die eigenen Mitgliedsbetriebe sein?

Wie wäre es mit einer Kontrolle des Gewerbeaufsichtsamtes bei der BGHM. Das Ergebnis dürfte eine große Verwunderung hervorrufen.


Am peinlichsten:
Dr. Platz ist Mitglied des Vorstandes des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR)


Kein Witz, Dr. Platz ist tatsächlich Mitglied des Vorstandes des DVR (vgl. https://www.dvr.de/dvr/vorstand/titel.htm). Wer auf die Idee gekommen ist, ihn zur Wahl vorzuschlagen, der sollte sich melden und der sollte begründen, was ihn dazu veranlasst hat.

Tja, es kommt noch drastischer: der DVR hat sich in verschiedenen Veröffentlichungen völlig unmissverständlich zur Nutzung von Sommer- und Winterreifen geäußert und sieht die Nutzung von Ganzjahresreifen kritisch. So etwa

  • findet sich folgende Aussage der Initiative "Reifenqualität", einer Initiative des DVR. Es heißt dort: "Ein Ganzjahresreifen ist ein Kompromiss zwischen Sommer- und Winterreifen. Sie sind in der Regel nicht so wintertauglich wie ein echter Winterreifen. Wenn Ganzjahresreifen im Winter gefahren werden sollen, müssen sie die M+S Kennzeichnung haben. Im Sommer ist ein Ganzjahresreifen noch weniger zu empfehlen: Auf Grund der relativ weichen Gummimischung ist der Bremsweg deutlich länger und die Laufleistung von Allwetterreifen deutlich geringer als von Sommerreifen." (vgl. http://reifenqualitaet.de/faq/)
  • heißt es an anderer Stelle von der Initiative des DVR: "Ganzjahresreifen sind nur ein Kompromiss und können weder die Leistungen von Sommerreifen im Sommer, noch von Winterreifen im Winter erreichen. Die optimale Bereifung schützt Sie und andere Verkehrsteilnehmer." (Vgl. http://reifenqualitaet.de/pressemeldungen/richtige-bereifung-sommerreifen/ )
  • heißt es in einer weiteren Veröffentlichung des DVR: "Übrigens reichen auch Ganzjahresreifen nicht an die Leistung von Sommerreifen im Sommer heran. Ein weiteres Argument für Sommerreifen im Sommer ist der Verschleiß: dieser ist bei Temperaturen um 20 Grad Celsius bei Ganzjahresreifen zehn Prozent höher, …" (vgl. https://www.dvr.de/presse/informationen/4083.htm)
  • findet sich schließlich in einer veröffentlichten Leseranfrage des DVR die folgende Frage und diese Antwort: "Bei uns im Flachland schneit es nur selten. Reicht da nicht ein Ganzjahresreifen? Frank Doppelhamer: Ganzjahresreifen sind grundsätzlich nur eine Kompromisslösung. Sie sind zwar vom Gesetzgeber her für den Ganzjahresbetrieb zulässig, aber nicht empfehlenswert. Und: Im Sommer verschleißen Ganzjahresreifen schneller und haben einen höheren Rollwiderstand - und erhöhen so den Spritverbrauch" (vgl. https://www.dvr.de/presse/informationen/leser-telefon/3963.htm)


Man darf sich schon wundern, wenn ein Mitglied des Vorstandes des DVR nicht einmal die Positionierung und Haltung der Organisation kennt, deren Vorstandsmitglied es ist. Vielleicht interessiert Dr. Platz auch überhaupt nicht, was der DVR für Erkenntnisse gewinnt.

Oder sollte es so sein, dass Dr. Platz mit seiner Tätigkeit im Vorstand des DVR fachlich überfordert ist? Vielleicht interessiert ihn die Tätigkeit im Vorstand des DVR auch überhaupt nicht und er nutzt die Vorstandssitzungen nur für seine persönliche Erholung, also für geistige Abwesenheit und kleine Schläfchen? Oder sollten ihn seine vielen Nebentätigkeiten bei den Bildungsvereinen, BG-Kliniken usw. usf. einfach überfordern?

Gleichgültig, er hat jedenfalls einen sehr eindrücklichen Beweis dafür geliefert, dass ihn Prävention nicht interessiert, dass Prävention nicht sein Gebiet ist und er davon keine Ahnung hat. Was er dann beim DVR will bleibt ein Rätsel. Werden die Mitglieder des Vorstandes etwa entlohnt? Oder erhalten sie eine gute Abfindung? Dann ginge es ja wieder um Geld und das wäre dann wieder etwas, was Dr. Platz interessiert.


Und wie sieht die Selbstverwaltung der BGHM diesen Vorfall?

Ob der Vorstand der BGHM dies mitbekommen hat, man weiß es nicht. Es würde schon sehr verwundern, wenn Sönke Bock, Heinz Fritsche, Eva von der Weide, Rainer Bartsch oder sonst jemand von den Versichertenvertretern im Vorstand der BGHM etwas erfahren oder mitbekommen hätte. Sie interessieren sich hierfür ja nicht - was sie schon eindrücklich belegt haben. Gleichwohl gehört die Überwachung der Verwaltung, also von Dr. Platz und Co, zu ihren unmittelbaren, originären Aufgaben.

Wie der Vorstand der BGHM solch eine Entscheidung der Geschäftsführung nach innen und außen vertreten wird, das dürfte interessant werden. Bei den jetzt im Oktober 2016 anstehenden drei AP-Sitzungen dürften die Aufsichtspersonen über die Absichten der Geschäftsführung unter Dr. Platz kaum erfreut sein, schließlich geht es um ihre Sicherheit und ihre Gesundheit. Möglicherweise hält Dr. Platz dann wieder einen Vortrag über die Organisationsmaßnahmen bei der BGHM und lässt wissen, wem die Führungsstruktur der BGHM nicht passe, der könne ja die BGHM verlassen, also kündigen.

Gleichermaßen interessant werden dürfte, wie die BGHM gegenüber ihren Mitgliedsbetrieben Fragen der Verkehrssicherheit beantworten will.


Und was sagt der DVR zu solchen Aktionen seines Vorstandsmitgliedes Dr. Platz?

Besonders interessant ist, wie der DVR solche Aktionen eines seiner Vorstandsmitglieder interpretiert. Wie wird der Präsident des DVR, Dr. Walter Eichendorf, der gleichzeitig stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung - DGUV e.V. ist, die Situation aufnehmen und erklären? Ist diese Haltung, wie sie Dr. Platz an den Tag legt, etwa üblich? Kaum zu glauben. Vielmehr darf vermutet werden, dass Dr. Eichendorf und der Rest des Vorstandes des DVR solch ein Verhalten gegenüber empfohlenen Präventionsmaßnahmen nicht gut finden werden. Nur, wie werden sie reagieren?

Eine derartige Haltung eines Vorstandsmitglieds ist nicht unbedingt geeignet eine glaubwürdige Öffentlichkeitsarbeit des DVR zu erzeugen. Vor allem muss vermutet werden, dass dieser Vorgang eine größere Öffentlichkeit durchaus interessieren wird.


Und wie war das nochmal?

Hat Dr. Platz nicht früheren Führungskräften der MMBG/HüWaBG unterstellt, sie hätten zu viele Funktionen ausgeübt, die die Selbstverwaltung nicht genehmigen durfte? Dr. Platz ist mit dieser Behauptung sogar gegen diese Führungskräfte rechtlich vorgegangen - allerdings völlig erfolglos, die BGHM hat die Verfahren alle verloren.


Ist eine Absetzung oder ein Rücktritt von Dr. Platz nicht längst überfällig?

Was will Dr. Platz eigentlich beim DVR - außer ausschlafen? Es drängt sich einfach die Frage auf: Wann ist endlich damit zu rechnen, dass Dr. Platz seine Vorstandstätigkeit beim DVR aufgibt? Er hat hinreichend belegt, dass er davon nichts versteht und ihm die gewonnenen Erkenntnisse des DVR sowieso am Gesäß vorbeigehen!

Etwaige Nachhilfestunden durch Dr. Eichendorf sind auch von vornherein als vergeblich einzustufen. Dr. Eichendorf ist Physiker und kann Unfallrisiken nicht nur richtig einschätzen, sondern auch verständlich erklären. Aber wie soll das bei dem Juristen Dr. Platz funktionieren, dem - wie er mittlerweile hinreichend bewiesen hat - ja schon die einfachsten Kenntnisse versagt bleiben.


Kennen Sie den?

Fährt Dr. Platz mit Ganzjahresreifen im Winter zur Vorstandssitzung des DVR ... und kommt leider dort nicht an!









































































Homepage | Was wollen wir | Neues | Berufskrankheiten | Informationen | Dokumente | Stichworte | Literatur | Impressum | Kontakt | Site Map


Aktualisiert am 18 Jul 2017 | forum-bg@forum-bg.de

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü