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Die BG Holz und Metall (82)

Neues > 2015

Zuletzt geändert am 18.12.2015


Die BG Holz und Metall (82) - … Hauptsache "Führung"!


Etwa 450 Präventionsmitarbeiter der BGHM sind auch in diesem Jahr wieder der Einladung zu den Tagungen der Aufsichtspersonen ihres Dienstherrn Folge geleistet. Auf drei Tagungen zu je drei Tagen durften sie ein herbstlich nachhaltiges "Deja-vu von Lengfurt" erleben, so wird aus der BGHM-Welt berichtet. Dabei sollen die "Dirigenten des Orchesters" - wieder einmal und wiederholt - die so gerne propagierten Grundwerte ihrer Führungsleitlinien mit Füßen getreten haben.

Wie lauten doch die Führungsleitlinien der BGHM so schön:

  • "Führungsverantwortung zu übernehmen heißt, führen zu wollen"
  • "Wir beteiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter"
  • "Wir fördern die Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter"
  • "Wir schätzen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter"
  • "Wir stärken die Zusammenarbeit über die einzelnen Organisationseinheiten hinaus"
  • "Wir entwickeln uns weiter"


Und nicht zuletzt findet sich abschließend in den Führungslinien noch der drollige Satz:

  • "Wir machen Fehler, auch sie sind Grundlage für Verbesserungen"


Da denkt man doch sofort an Dr. Platz und seine Geschäftsführung, man denkt aber auch an den grandiosen Vorstand und stellt sich die Frage: Wo bleiben denn nun die Verbesserungen?

Wie schon in den Vorjahren sollen die deutschlandweit angereisten Mitarbeiter desinformiert, verhöhnt, mehr oder weniger für blöd verkauft und wie kleine Schulkinder gemaßregelt worden sein. Im Auditorium: Tristesse, wenig fachlicher Austausch, langweilige Aushorch-Workshops und verdrehte Wahrnehmungswelten zwischen einer enthemmten Führung und ihrer gescholtenen Mannschaft, so hört man. Mitarbeiter, die es doch mal vorsichtig gewagt haben, Fragen zu stellen, wurden postwendend abgewatscht oder erst gar nicht für ernst genommen, so hört man weiter.

Unrühmlicher Höhepunkt der Veranstaltungen, so wird berichtet, war die wiederholt und mit Nachdruck vorgebrachte "Respekt-Entgleisung" des kühl auftretenden Dr. Platz: "Wem es hier nicht gefällt, er hat jederzeit die Möglichkeit zu gehen. Ich habe großen Respekt vor jedem, der geht". Da soll es wieder durchgekommen sein, das unterirdische Sozialverhalten des Sprechers der Geschäftsführung.

Wie lautet noch der 4M-Grundsatz des Beraters für Unternehmenskultur (Konrad Stadler), der die Führungsleitlinien gemeinsam mit der Geschäftsführung erarbeitet haben soll:

"Man muss Menschen mögen. Wer als Führungskraft diesen Grundsatz nicht berücksichtigt, wird keine glücklichen Mitarbeiter haben und auch selbst nicht glücklich werden."

Wie wahr!

Unter den Anwesenden sollen auch ca. 40 Aufsichtspersonen in Ausbildung gewesen sein, von denen der Großteil anschließend sicherlich weniger gut geschlafen hat. Schöne Zukunftsaussichten sind dies für die Nachwuchskräfte. Das wird in der BG-Welt sicherlich auch wieder die Anti-BGHM-Witze ankurbeln. Behandelt denn Dr. Platz seine eigene Familie oder seinen "karnevalistischen" Freundeskreis von den Schwellköpfen ähnlich respektlos wie seine Mitarbeiter?

Und was in den oberen Führungsetagen der BGHM vorgelebt wird, soll sich leider auch bei den Leitern der Präventionsdienste (PD) fortsetzen. Wer aus ihrem Kreis nicht so mitzieht, wie es irgendwelche paradoxen Vorgaben bzw. die Anweisungen der Geschäftsführung fordern, der wird mal eben eingenordet.

Diese leidvolle Erfahrung soll erst kürzlich eine PD-Leiterin gemacht haben. Die Geschäftsführung soll sie kurzerhand abgestraft haben und der neue Präventionsleiter Preuße soll das böse Spiel einfach mal so mitgespielt haben, so wird jedenfalls berichtet. Als "erlebbare Führungskultur" wird so etwas in den BGHM-Führungsleitlinien gepriesen. Sehr befremdlich das Ganze.

Aus gut unterrichteten Kreisen dringt durch, dass der Krankenstand bei der BGHM mittlerweile erheblich angestiegen sein soll. Dazu sollen auch zahlreiche Burnout-Fälle beitragen. Nur darüber will niemand öffentlich sprechen. Ein erschreckendes Bild für einen der größten Unfallversicherungsträger, der laut seinem gesetzlichen Auftrag für das hohe Gut Sicherheit und Gesundheit (auch seiner Beschäftigten) einstehen sollte.

Und alle um Hilfe gebetenen Kreise - Gesamt- und Hauptpersonalrat, Vertreterversammlung und Vorstand, Schwerbehindertenvertretung, IG Metall usw. usf - hören und schauen nur weg?

"An uns Führungskräfte werden hohe Anforderungen gestellt. … Die Mitarbeiter erwarten viel von uns. … Die erforderliche Mitarbeiterführung gleicht dem Dirigenten eines Orchesters…", so hebt es das Vorwort der Geschäftsführung in den BGHM-Führungsleitlinien hervor. Viele Beschäftigte bezeichnen das Geschriebene schlichtweg als blumig formulierte Nebelkerzen mit Scheinheiligkeitscharakter, so erzählt man sich. In der Realität soll es gewaltig hinter den Kulissen der BGHM brodeln. Nicht erst seit gestern soll dort schlechte Stimmung herrschen. Viele Mitarbeiter fühlen sich nach den zahlreichen Negativ-Ereignissen der letzten Jahre tief verletzt, so hört man.

Sollte der Vorstand und sein "ehrlicher" Grundsatzausschuss solche Verhältnisse für günstig halten, um die wichtigen Ziele zu erreichen? Nur zur Erinnerung, es geht dabei um betriebliche und überbetriebliche Prävention, um die umfassende Rehabilitation und die finanzielle Entschädigung geschädigter Versicherter.

Aber dafür scheint sich die Mehrheit der Selbstverwaltung schon lange nicht mehr zu interessieren. Man möchte dieser, sich Selbstverwalter nennende Truppe zurufen, passt auf, dass ihr 2016 möglicherweise wieder ein wenig nüchtern werdet und endlich eure Aufgaben wahrnehmt!

Allen anderen wünscht Forum-BG schöne Feiertage und ein gutes 2016!


































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