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Die BG Holz und Metall (76) Teil 2

Neues > 2015

Zuletzt geändert am 31.07.2015


Die BG Holz und Metall (76) - es tut sich was - nur was?


Teil 2


Ehrlich gibt den Vorsitz ab - aber nur den!

Bei der letzten Vorstandssitzung hat Wilfried Ehrlich offiziell mitgeteilt, dass er vom Vorsitz des Vorstandes der BGHM zurücktritt. Sein Nachfolger wird Prof. Dr. Eckard Kreßel. Ehrlich bleibt aber sowohl dem Vorstand der BGHM als auch dem DGUV e.V., dem Klinik Verband usw. usf. erhalten. (vgl. http://www.bghm.de/bghm/presseservice/pressemeldungen/detailseite/news/prof-dr-kressel-wird-neuer-vorstandsvorsitzender-der-bghm.html?tx_news_pi1[controller]=News&tx_news_pi1[action]=detail&cHash=fa94ce3cf38806dec7e0f48c982e71e4) Insofern, also kein denkwürdiger Abschied.


Wie kommt´s?

Wurde Wilfried Ehrlich etwa der Posten des Vorsitzenden zu heiß? Sollte ihm etwa zum Bewusstsein gekommen sein, dass die ganzen, gerade auch von ihm, zu verantwortenden Klagen in die berühmte Hose gegangen sind? Sollte er plötzlich festgestellt haben, dass die verlorenen Verfahren für die BGHM und damit für die Mitgliedsbetriebe erhebliche Kosten verursacht haben? Oder haben ihn Dr. Platz, Geschäftsführer Peer-Michael Dick und der neue Vorsitzende einfach "überzeugt", dass er seinen Hut nehmen soll, weil sie ihn nicht mehr brauchten? Pikant sind diese verlorenen Verfahren, die eingestellten Verfahren, für Wilfried Ehrlich aber aus einem ganz besonderen Grund:


Wie war das 2012? Wie kam eigentlich Wilfried Ehrlich an den Vorsitz?

Vor Wilfried Ehrlich hatte Dr. Thieler den Vorsitz im Vorstand für die Arbeitgeber inne. Dr. Thieler war bereits bei der MMBG für die Arbeitgeberseite Vorsitzender im Vorstand. Wilfried Ehrlich war zu dieser Zeit für die Arbeitgeber Vorsitzender der Süddeutschen sowie danach bei der fusionierten Nord- und Süddeutschen Metall-BG. Es war ein Wechsel von Dr. Thieler auf Wilfried Ehrlich schon vereinbart. Das ging anscheinend Dr. Platz - und Wilfried Ehrlich (?) - etwas zu langsam und schließlich kannten Dr. Platz und Wilfried Ehrlich ihre vertrauensvolle Zusammenarbeit und die war beiden wohl sehr angenehm. Überdies kam hinzu, dass eben in dem Zeitraum, in dem Dr. Thieler noch den Vorsitz haben sollte, die Fusion umgesetzt werden sollte.

Da fügte es sich doch gut, dass Dr. Platz und seine Helferlein Heck und Trocha, "Unregelmäßigkeiten" bei der MMBG und der HüWaBG festgestellt haben wollten. Und so wurde mit großer Phantasie "recherchiert" und ermittelt, befragt und verhört. Und es wurden keine Mühe und Kosten gescheut und sogar als Rechtsanwältin eine frühere Staatsanwältin hinzugezogen. Vielleicht mit dem Hintergedanken, diese hätte ja die entsprechenden Verbindungen zur Düsseldorfer Staatsanwaltschaft und könne "es schon richten", wie man wohl in Mainz zu sagen pflegt.

Tja, und dann, welch eine Überraschung, bekam Wilfried Ehrlich auch noch Schützenhilfe durch den Arbeitgeberverband. War es doch glücklicherweise so, dass der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall auch bei Gesamtmetall eine wichtige Funktion hatte. Und so setzte sich Peer-Michael Dick, so heißt der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall, massiv dafür ein, dass Dr. Thieler seine Ämter bei der BG ruhen lassen sollte, basierend auf dem Argument, gegen ihn würde schließlich die Staatsanwaltschaft ermitteln.

Herr Dr. Thieler lehnte dieses Ansinnen ab und begründete seine Ablehnung sehr ausführlich und klar (vgl. Brief Dr. Thieler - 16.11.2012). Gleichzeitig wird aus diesen Schreiben deutlich, dass der Jurist Peer-Michael Dick die geltenden rechtlichen Regeln, soweit es die Unschuldsvermutung (vgl. Artikel 6 Abs. 2 der Europäischen Menschenrechtskonvention (MRK), nachzulesen unter: http://dejure.org/gesetze/MRK/6.html) betrifft, wohl noch nicht so richtig verstanden bzw. verinnerlicht hat. Vielleicht waren sie ihm auch schlicht gleichgültig, da sie sein Vorhaben störten. Oder sollte es etwa gar so gewesen sein, dass der Verband des Südens sich durch das bewusste Ignorieren der Unschuldsvermutung gewisse Vorteile verschaffen wollte? Dr. Thieler hatte ja überdeutlich auf die Geltung der Unschuldsvermutung zur Vermeidung von Vorverurteilungen hingewiesen. Wie Recht er hatte lässt sich heute mehr als drei Jahre danach überdeutlich erkennen.

Aber möglicherweise ging es ja überhaupt nicht darum, strafbare Handlungen nachzuweisen, sondern darum, sich eines störenden Konkurrenten zu entledigen und die "altbewährte" enge Kooperation Dr. Platz - Ehrlich wieder herzustellen.
Fakt ist jedenfalls, Peer-Michael Dick versuchte Dr. Thieler zum Rücktritt zu drängen und, als dies nicht gelang, organisierte er die Abwahl von Dr. Thieler und - damit auch alle sich richtig verhalten und das eine oder das andere möglicherweise weniger clevere Vorstandsmitglied auf Arbeitgeberseite auch tatsächlich das Richtige schreibt - entwarf und verschickte er Musterbriefe. (vgl. Schreiben Peer-Michael Dick)

Man fragt sich: Wieso wurde im "Musterschreiben" von Peer-Michael Dick eigentlich Wilfried Ehrlich als Ansprechpartner genannt? Er war doch nicht Vorstandsvorsitzender, sondern Sönke Bock!

Übrigens, Prof. Dr. Eckard Kreßel war in diesen Zeiten, in denen Peer-Michael Dick gegen Dr. Thieler agierte, bereits Mitglied des Vorstandes der BGHM. Er hat also die Aktivitäten von Peer-Michael Dick erlebt und nicht interveniert. Sollte man von einem außerplanmäßigen Professor für Recht an der Universität Würzburg ( http://www.jura.uni-wuerzburg.de/weitere_professoren_und_dozenten/ausserplanmaessige_professoren/kressel/) nicht eigentlich etwas anderes erwarten? Aber das Prinzip von Peer-Michael Dick, Prof. Dr. Eckard Kreßel u.a. scheint zu sein: warum sollte man von der Unschuldsvermutung ausgehen, wenn es einem nutzt, jemandem Straftaten zu unterstellen?

Und da sich inzwischen die Vorwürfe ja als nicht haltbar herausgestellt haben und sich die Geschäftsführung, der Vorstand und die Vertreterversammlung der BGHM sich glorios blamiert haben, setzt man halt darauf, dass angesichts der verstrichenen Zeit sich niemand mehr an die dubiosen Vorgänge erinnern kann oder mag. Und da das Ermittlungsverfahren "Beratervertrag" doch erst 3,5 Jahre läuft, kann man es doch mit Beschwerden noch vielleicht ein bis zwei Jahre verlängern. Ist deshalb vielleicht Beschwerde eingelegt worden?


Aber Sönke Bock, der Vorsitzende im Vorstand für die Arbeitnehmer setzt noch einen drauf!

Die Verabschiedung von Vorstandsvorsitzenden findet ja immer in einem gewissen Rahmen statt und deshalb werden die Ausscheidenden ohne Rücksicht auf ihre tatsächlichen Leistungen geehrt, gelobt und es wird auf sie angestoßen. Die Spannbreite der Lobreden kann dabei vom einfachen Dank bis hin zur hymnischen Darstellung der Tätigkeiten reichen.

Wie von Kollegen, die an der Verabschiedung von Wilfried Ehrlich aus seiner Funktion als Vorsitzender teilgenommen haben, zu erfahren war, wunderten sie sich erst einmal über die euphorischen Worte, mit denen Sönke Bock Wilfried Ehrlich dankte. Und dann sollen doch tatsächlich einige Kollegen vor Rührung geweint haben, so anrührend soll Sönke Bock mit seinen Worten Wilfried Ehrlich gewürdigt haben! Wer Sönke Bock kennt, der kann nur vermuten, dass sein Beitrag bei der "Verabschiedung" von Wilfried Ehrlich aus der Feder der Verwaltung stammt. Dr. Platz oder einer seiner Helferlein dürfte Sönke Bock bei der Formulierung der Laudatio für Wilfried Ehrlich kräftig unterstützt haben. Dankenswerter Weise kann auf der Internetseite der BGHM ein wenig von den Lobeshymnen, die Sönke Bock auf Wilfried Ehrlich dargebracht hat, nachgelesen werden, sonst würde man es nicht glauben:

"Wilfried-Jürgen Ehrlich hat in den über neun Jahren als Vorstandsvorsitzender sein Amt mit außerordentlicher Kompetenz und Zielstrebigkeit wahrgenommen. Insbesondere bei den drei großen Fusionen, die er maßgeblich begleitete, hat er große Verantwortung und Augenmaß gezeigt. Für sein Engagement möchten wir ihm recht herzlich danken", würdigte Sönke Bock, Vorsitzender des Vorstandes der Versichertenseite, die Arbeit von Ehrlich. "Ich freue mich, dass uns seine fundierten Kenntnisse und seine wertvollen Erfahrungen im Vorstand und in seinen BGHM-übergreifenden Ämtern erhalten bleiben."
(vgl. http://www.bghm.de/bghm/presseservice/pressemeldungen/detailseite/news/prof-dr-kressel-wird-neuer-vorstandsvorsitzender-der-bghm.html?tx_news_pi1[controller]=News&tx_news_pi1[action]=detail&cHash=fa94ce3cf38806dec7e0f48c982e71e4)

Oder sollte Sönke Bock etwa heimtückisch gewesen sein und Wilfried Ehrlich mit seiner Lobhudelei verhöhnt haben? Nein, das ist nicht zu vermuten, das würde ja von Sönke Bock gezielte Überlegungen und eine eigene Position verlangen und das wäre wiederum neu und kann deshalb verworfen werden. Er hat es also tatsächlich ernst gemeint.

Andererseits sieht man, dass die gleiche Person, also Sönke Bock, sich um seine Kollegen, leider fällt einem dazu keine andere Formulierung ein, einen Dreck kümmert. Hat er jemals die Schriftsätze der, von Dr. Platz beauftragten, Anwälte oder wenigstens die Urteile der Sozialgerichte gelesen? Für die Behauptung von "kriminellen Machenschaften" etc. reichte das Wissen aber völlig aus. Es reichte aber wahrscheinlich nicht dafür, die Ablehnung dieser Vorwürfe durch die Gerichte zu lesen. Vielleicht denken Sönke Bock und Eva von der Weide als Mitglieder des "ehrlichen" Grundsatzausschusses doch einmal darüber nach, dem Vorbild Wilfried Ehrlich zu folgen!

Das "Engagement", das Sönke Bock und die anderen Versichertenvertreter im Vorstand zeigen, ist schon sehr speziell und hat mit dem, was man von Gewerkschaftern erwarten würde, wenig zu tun. In einem anderen Zusammenhang hat ein Kollege von Verdi in diesen Tagen in einem Mail das Folgende formuliert:

"Wir brauchen zukünftig in der Selbstverwaltung keine Schnarchnasen oder Dumpfbacken, sondern Kolleginnen und Kollegen, die die Arbeitsbedingungen schrittweise immer mehr verbessern."

Wie Recht der Kollege doch hat.

Übrigens:

1.
Auch Dr. Platz hat bei der Verabschiedung von Wilfried Ehrlich aus dem Amt des Vorstandsvorsitzenden nach Sönke Bock noch das Wort ergriffen und ausgeführt, welche Ungerechtigkeiten und Beleidigungen in den vergangenen Jahren Wilfried Ehrlich doch habe erfahren müssen und wie sehr dies Wilfried Ehrlich geschmerzt habe und dergleichen mehr. Wenn man Dr. Platz kennt, so mag man dies gerne glauben, allerdings mit der kleinen Korrektur, dass hierbei Dr. Platz über sich selbst und weniger über Wilfried Ehrlich gesprochen hat. Unglaublich: Dr. Platz, der durch seine Anwälte ständig andere dadurch beleidigt, dass er ihnen "kriminelle Machenschaften" unterstellt, beklagt sich weinerlich über Beleidigungen ihm gegenüber!

2.
Auch Dr. Platz denkt an seinen Abschied von der BGHM. Er hat ab 2017 Altersteilzeit beantragt. Könnte es sein, dass er Befürchtungen hat, mit einer neuen Selbstverwaltung könnten Probleme auf ihn zukommen? Aber so einen Antrag kann man ja schnell wieder zurückziehen. Man ist doch unentbehrlich, so haben es Heinz Fritsche und Sönke Bock früher einmal formuliert. Der weitaus bessere Wege wäre allerdings der, dass Dr. Platz seinem bisherigen Sprachrohr Wilfried Ehrlich folgt und sich , wenn es möglich ist, auch bei vollen Bezügen, von seinem Amt freistellen lässt und entweder nach Hause geht, um sich ganzjährig dem Mainzer Karneval bei den Mainzer Schwellköpfen zu widmen. Man könnte sich aberr auch vorstellen, dass er als "Verbindungsmann" beim DGUV e.V. tätig wird, damit auch Dr. Breuer endlich einmal richtig "Spaß" mit ihm erlebt. Das könnte allerdings Dr. Breuer dann bald sein Amt kosten und wir haben dann einen neuen Geschäftsführer beim DGUV e.V., nämlich Dr. Platz!



























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Aktualisiert am 19 Jun 2017 | forum-bg@forum-bg.de

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