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Die BG Holz und Metall (69) Zweiter Teil Seite 2

Neues > 2015

Zuletzt geändert am 29.01.2015


Die BG Holz und Metall (69) - Die seltsamen Methoden des Dr. Platz
(Zweiter Teil)
Seite 2


Was hält eigentlich die Selbstverwaltung von dieser Entwicklung?

Müssten die Arbeitgeber nicht ein erhebliches Interesse daran haben, dass die BGHM für die zu entrichtenden Beiträge auch ordentliche Leistungen bringt, die in der Perspektive zu einer Verringerung von Unfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsschädigungen führen?

Müssten die Versicherten nicht ein hohes Interesse an einer gezielten, aktiven und wirksamen Kontrolle und Beratung der Betriebe haben? Schließlich geht es um das Leben und die Gesundheit der Beschäftigten.

Aber weder die Arbeitgebervertreter, noch die Versichertenvertreter scheinen sich für die Bedingungen in der BGHM zu interessieren, unter denen die erwarteten Leistungen erbracht werden müssen und können.

Wer eine Geschäftsführung, wie die der BGHM, die sich um die Umsetzung der rechtlichen Vorgaben wenig schert, die die eigenen Interessen für vorrangig hält, die Selbstverwaltung für die Durchsetzung seiner eigenen Interessen missbraucht, für akzeptabel hält, der darf sich nicht wundern, wenn solch eine Selbstverwaltung, die all dies toleriert, für eine Lachnummer - es war auch schon von einem Kasperleverein die Rede - gehalten wird.

Außerdem sollten die Selbstverwalter sich einmal die Beförderungs- und Nachwuchspolitik von Dr. Platz genauer ansehen:

  • Werden Beschäftigte der früheren MMBG und HüWaBG bei Beförderungen überhaupt noch berücksichtigt?
  • Wo werden Nachwuchskräfte für den gehobenen Dienst eingestellt? Nur noch im Süden Deutschlands?
  • Werden alle Stellen, die durch Pensionierungen und Eintritt in die Rente durch andere Bewerber besetzbar werden nur noch durch Einstellungen in Mainz ersetzt?
  • Musste deshalb das überdimensionierte Gebäude in Mainz angemietet werden, das angeblich die unglaubliche Rendite von 7 - 8 % für den geschlossenen Immobilienfonds aus der, von der BGHM - wofür Dr. Platz und Wilfried Ehrlich verantwortlich sind - gezahlten Miete abwirft?
  • Sollen die Standorte Düsseldorf, Hannover und München "ausgetrocknet" werden?


Ob sich die Selbstverwalter aber tatsächlich trauen, diese Fragen zu stellen? Man darf gespannt sein, wie kämpferisch sich die IG Metaller positionieren. Hans-Jürgen Urban und Heinz Fritsche sollten jedenfalls wissen, dass sie Mitverantwortung für die Verhältnisse - auch für die Verhältnisse in der Personalpolitik der BGHM - tragen! Es genügt nicht nur über "Stress und stressbedingte Gesundheitsgefahren" Artikel und Bücher zu schreiben, kluge Reden zu halten und wortreich darüber zu philosophieren, vielmehr gilt es tätig zu werden. Sie haben hier nicht nur die Möglichkeit, sondern die Pflicht endlich aktiv zu werden!

Wie lange will die IG Metall eigentlich noch die Politik von Dr. Platz und Wilfried Ehrlich weiter tolerieren und damit unterstützen?


Welche Schlüsse können hieraus gezogen werden?

Wir sind bei der BGHM mit einer Politik konfrontiert, die erstens der Einschüchterung der Selbstverwaltung der BGHM dient. Sie basiert darauf, dass Strafanzeigen und Klagen gegen frühere Selbstverwalter, die für die IG Metall und die Arbeitnehmerinteressen in der ehemaligen MMBG und HüWaBG gekämpft haben, gestellt bzw. erhoben werden. Sie sollen für ihren stetigen Einsatz für eine wirksame Prävention beim Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Betrieben und Unternehmen abgestraft werden.
Das soll Aktivitäten der amtierenden Selbstverwaltung der BGHM verhindern. Alle sollen Angst vor Dr. Platz und Wilfried Ehrlich und den Arbeitgeberverbänden des Südens haben, so ist jedenfalls zu vermuten.

Eine Politik, die zweitens auch - gleichgültig ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt - der Einschüchterung der Bediensteten der BGHM dient. Es wurden Disziplinarverfahren gegen ehemalige Bedienstete sowie amtierende Mitarbeiter eingeleitet. Zusätzlich wurden Strafanzeigen gegen ehemalige Mitarbeiter der MMBG und HüWaBG gestellt und Klagen erhoben. Auf welch spekulativer Basis diese rechtlichen Schritte ruhen, lässt sich an den bereits verlorenen Verfahren absehen. Und wir werden weitere rechtliche Pleiten der BGHM bei den noch nicht abgeschlossenen Verfahren erleben! Gleichwohl soll und wird es vermutlich kein Bediensteter bzw. keine Bedienstete so leicht wagen, auch nur ein kritisches Wort zu sagen, oder gar einen konstruktiven Vorschlag zur Verbesserung der betrieblichen Prävention oder Rehabilitation zu unterbreiten, den Personalrat eingeschlossen! Die Gleichstellungsbeauftragte, die durch die Beschäftigung ihres Sohnes eben in der Kanzlei, in der auch Frau Dr. Kämpfer, die Rechtsanwältin, die die BGHM in den Strafanzeigen vertritt, dürfte ohnehin befangen sein und ihrer Aufgabe kaum mehr gerecht werden können.

Wir erleben hier eine Politik von der Dr. Platz und Wilfried Ehrlich, die an eine - glücklicherweise - in vielen Betrieben und Unternehmen längst ausgemusterte, aber keinesfalls an eine aktuelle, aufgeschlossene und vor allem mitarbeiterbezogene Personalpolitik. Man könnte direkt auf die Idee kommen, an den Herren seien die vergangenen Jahrzehnte und ihre Errungenschaften, insbesondere die Erkenntnisse einer kunden- und mitarbeiterbezogenen Betriebsführung spurlos vorbeigegangen.
Es ist jedenfalls ganz sicher keine Politik, die von einer Gewerkschaft akzeptiert und toleriert werden kann. Es ist eine Politik, gegen die sich die IG Metall sonst immer klar und deutlich ausspricht. Die Vertreter der IG Metall in der Selbstverwaltung endlich sollten und müssten endlich dies auch tun und sich dagegen wehren.
Das scheinen sie aber bislang noch nicht erkannt zu haben und sie scheinen vielmehr gehörig eingeschüchtert zu sein. Es wird Zeit, dass sich die Versichertenvertreter in der Selbstverwaltung an diesem Treiben von Dr. Platz und Co nicht mehr beteiligen.
Das sollte Hans-Jürgen Urban jetzt, nach dem Ausscheiden seines Zuschlägers Klaus Pickshaus, der ja eher die Nähe zu Dr. Platz als die zu seinen Kollegen schätzte, möglicherweise leichter fallen. Vielleicht ist er ja auch jetzt ein wenig umfassender und vor allem genauer informiert. Aber er hat ja durchaus auch in der Vergangenheit schon Briefe erhalten, die ihn informieren sollten, aber mit dem Lesen hapert es bei ihm halt ein wenig. Möglicherweise ist er jetzt auch selbst stärker an den Vorgängen bei der gesetzlichen Unfallversicherung interessiert und damit in der Lage, den Versichertenvertretern der BGHM die anstehenden politischen Notwendigkeiten - endlich - klar zu machen! Wie gesagt, Hinweise dazu hat er ja in der letzten Zeit ausreichend erhalten.

Möglicherweise gibt ihm ja auch Heinz Fritsche, selbst Mitglied im Vorstand der BGHM, eine kleine Hilfestellung, was natürlich voraussetzt, dass dieser aus seiner Lethargie erwacht.

Also nochmals: Endlich aufgewacht ihr "kämpferischen und kompromisslosen Gewerkschafter"!


















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Aktualisiert am 18 Jul 2017 | forum-bg@forum-bg.de

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