Forum BG, Diskussionsplattform für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


Die BG Holz und Metall (69) Zweiter Teil

Neues > 2015

Zuletzt geändert am 29.01.2015



Die BG Holz und Metall (69) - Die seltsamen Methoden des Dr. Platz
(Zweiter Teil)


Haben wir im ersten Teil dieses Beitrags die besonderen Aktivitäten von Dr. Platz gegenüber früheren Selbstverwaltern und Beschäftigten der MMBG sowie der HüWaBG kennenlernen dürfen, so lohnt es sich durchaus, sich seine aktuelle "aktive" Personalpolitik anzusehen. Man kann sie vielleicht so skizzieren: Wir können auch anders!


Trennung von Personal und Selbstverwaltung

Man mag es nicht glauben, aber Dr. Platz besteht strikt darauf, dass die Beschäftigten der BGHM keinerlei Kontakt zu den Mitgliedern der Selbstverwaltung der BGHM haben oder pflegen. Dafür tut er einiges. Das erzählt er auch gerne.

Insofern sucht man nicht zufällig vergebens auf der Internetseite der BGHM nach den Namen der Selbstverwaltungsmitglieder. Während andere BGen die Namen aller Mitglieder des Vorstandes und der Vertreterversammlung auf der Internetseite aufführen, nicht so bei der BGHM. Ist ja auch höllisch gefährlich! Könnte ja einer der Beschäftigten auf die Idee kommen, sich an einen Selbstverwalter zu wenden und ihm möglicherweise über Probleme berichten. Etwa über Probleme mit den Mängeln in der bg-lichen Prävention. Oder gar über Probleme, die die Beschäftigten mit der besonderen Personalführung der Geschäftsführung der BGHM haben! Das würde Dr. Platz vor Probleme stellen. Da könnte es doch vorkommen, dass die Selbstverwalter einmal tatsächlich informiert sind und dann auch noch Fragen an Dr. Platz stellen. Und dann müsste er doch tatsächlich reagieren.

Aber in der BGHM herrscht ein weniger auf Kooperation als vielmehr auf Befehl und Gehorsam ausgerichtetes System der Friedhofsruhe. Da kann es schon einmal passieren, dass die Beschäftigten vor die Wahl gestellt werden: "So oder sie können sich was Neues suchen".

Mitarbeiter aus den neuen Bundesländern fassen das angeblich so zusammen:
In der DDR durfte man seine Vorgesetzten durchaus auch kritisieren, aber niemals die Staatsführung. In der BGHM kann man die Regierung unter Merkel durchaus kritisieren, aber niemals Dr. Platz, die anderen Geschäftsführer oder Heck und Trocha, denn dann drohen Disziplinarverfahren oder gar Entlassungen. Das kann auch passieren, wenn man mit Mitgliedern der Selbstverwaltung auch nur spricht!

Außerdem sollten die Selbstverwalter sich einmal die Beförderungs- und Nachwuchspolitik von Dr. Platz genauer ansehen:

  • Werden Beschäftigte der früheren MMBG und HüWaBG bei Beförderungen überhaupt noch berücksichtigt?
  • Wo werden Nachwuchskräfte für den gehobenen Dienst eingestellt? Nur noch im Süden Deutschlands?
  • Werden alle Stellen, die durch Pensionierungen und Eintritt in die Rente durch andere Bewerber besetzbar werden nur noch durch Einstellungen in Mainz ersetzt?
  • Musste deshalb das überdimensionierte Gebäude in Mainz angemietet werden, das angeblich die unglaubliche Rendite von 7 - 8 % für den geschlossenen Immobilienfonds aus der, von der BGHM - wofür Dr. Platz und Wilfried Ehrlich verantwortlich sind - gezahlten Miete abwirft?
  • Sollen die Standorte Düsseldorf, Hannover und München "ausgetrocknet" werden?


Ob sich die Selbstverwalter aber tatsächlich trauen, diese Fragen zu stellen? Man darf gespannt sein, wie kämpferisch sich die IG Metaller positionieren. Hans-Jürgen Urban und Heinz Fritsche sollten jedenfalls wissen, dass sie Mitverantwortung für die Verhältnisse - auch für die Verhältnisse in der Personalpolitik der BGHM - tragen! Es genügt nicht nur über "stressbedingte Gesundheitsgefahren" Artikel und Bücher zu schreiben, kluge Reden zu halten und wortreich darüber zu philosophieren, vielmehr gilt es tätig zu werden. Sie haben hier nicht nur die Möglichkeit, sondern die Pflicht endlich aktiv zu werden!


Wie sehen dies die Beschäftigten?

Hier das Schreiben einer, bei der BGHM beschäftigten Person. Dafür ein herzliches Dankeschön!
Aber lesen Sie selbst:

_______________________________________

Hallo …,

schön, dass Sie uns immer noch über Dinge in der BGHM informieren, die wir sonst nicht erfahren würden.

Aber wieso erscheinen keine Artikel mehr über das, was intern bei der BGHM los ist? Dies sollte doch auch die Öffentlichkeit interessieren. Ich bin mir nicht sicher, ob die Ehrenämter mitbekommen, wie im Moment die Stimmung ist.

Nur ein paar Beispiele, wo sich Nachbohren lohnt:

  • Familienfreundlicher Arbeitgeber:


Das Zertifikat wird ja fleißig nach außen getragen (siehe Karriereportal).

Jedoch:

- Kündigung der Vereinbarungen zur Arbeitszeit durch die Geschäftsführung, Vorlage neuer Entwürfe durch die Geschäftsführung und gleichzeitige Erklärung, dass diese nicht verhandelbar sind. Der Personalrat konnte nur ablehnen und wird jetzt im Intranet als Buhmann dargestellt. Viele werden ab Januar Probleme haben, Familie und Arbeitszeit in Einklang zu bringen.

Das Verhältnis zum Personalrat ist total zerrüttet.

- Anweisung, dass AD-Referenten in den Bildungsstätten übernachten müssen, egal wie weit sie wegwohnen. Heimfahrten sind nicht erwünscht, wenn doch, dann auf eigene Kosten. Auch bei Wochenseminaren. Da haben jetzt schon einige Schwierigkeiten, sich noch vernünftig um ihre Kinder zu kümmern

Dies hat wohl System: Erst den schönen Schein nach außen polieren und dann klammheimlich alles zurückfahren.

  • AP-Tagung:


Wie man hört, hat Dr. Platz auf 3 Veranstaltungen vor den Außendienstlern verkündet: Wem es bei uns nicht passt, der hat ja die Möglichkeit zu kündigen.

So was nenne ich Mitarbeitermotivation vom Feinsten!

  • Führungsleitlinien:


Wenn Sie diese lesen und anschließend hinterfragen, wie Entscheidungen getroffen werden, dann kann man nur sagen: Alles Makulatur! Entscheidungen werden nicht begründet, von Transparenz überhaupt keine Spur. Kritik wird als unangemessen betrachtet, ja es sollen sogar schon Drohungen gefallen sein nach dem Motto: Sie wollen sich wohl mit mir anlegen!

Führungsleitlinien für den schönen Schein.

Wenn man sich mit Kollegen vom Außendienst unterhält, so gibt es hier wohl schon Probleme damit, im Betrieb das anzusprechen und zu fordern, was bei uns intern nicht gelebt wird.

  • Rückführung der Regelung Dienstsitz = Wohnsitz für die Außendienstler:


Diese hatte den Vorteil, dass die Betriebe ortsnah betreut werden konnten. Eine schnelle Reaktion auf Betriebsanfragen nach kurzfristiger Beratung vor Ort ist jetzt nicht mehr möglich. Dies scheint aber nicht zu interessieren.

Wieso gehen andere BGen den entgegengesetzten Weg? Wer fragt eigentlich mal nach einer Kosten-Nutzen-Rechnung? Wieviel zusätzlicher Büroraum muss angemietet und ausgestattet werden? Was entsteht an zusätzlichen Reisekosten, wenn alle nur noch in der Nähe der jeweiligen Dienststelle wohnen? Hier wird mit aller Gewalt ein Mainzer Dogma umgesetzt!


Selten hat man erlebt, dass die Gemütslage bei einem Arbeitgeber so bewusst gegen die Wand gefahren wird. Wahrscheinlich möchte man ein System nach Art eines Landesteils, der in der Vergangenheit auch gegen die Wand gefahren wurde, installieren.

Es herrscht mittlerweile eine Kultur des Misstrauens, alle halten still und richten sich ein. Dies lähmt jegliche Kreativität: Wer was macht, kann ja auch Fehler machen. Darauf wartet ein Herr Trocha nur.



Viele Grüße aus der BGHM

_______________________________________


Eine äußerst interessante Darstellung der Verhältnisse innerhalb der BGHM. Man kann nur zustimmen: So fährt man einen Betrieb an die Wand! Wer wundert sich dann noch, dass die Präventionsarbeit der BGHM so erfolglos ist? Für die Mitgliedsbetriebe bedeutet dies aber, dass sie sich keine qualifizierte Unterstützung durch die BGHM bei der Weiterentwicklung sowie bei der Umsetzung des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes erwarten dürfen.


Was hält eigentlich die Selbstverwaltung von dieser Entwicklung?

Müssten die Arbeitgeber nicht ein erhebliches Interesse daran haben, dass die BGHM für die zu entrichtenden Beiträge auch ordentliche Leistungen bringt, die in der Perspektive zu einer Verringerung von Unfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsschädigungen führen?

Müssten die Versicherten nicht ein hohes Interesse an einer gezielten, aktiven und wirksamen Kontrolle und Beratung der Betriebe haben? Schließlich geht es um das Leben und die Gesundheit der Beschäftigten.

Aber weder die Arbeitgebervertreter, noch die Versichertenvertreter scheinen sich für die Bedingungen in der BGHM zu interessieren, unter denen die erwarteten Leistungen erbracht werden müssen und können.

Wer eine Geschäftsführung, wie die der BGHM, die sich um die Umsetzung der rechtlichen Vorgaben wenig schert, die die eigenen Interessen für vorrangig hält, die Selbstverwaltung für die Durchsetzung seiner eigenen Interessen missbraucht, für akzeptabel hält, der darf sich nicht wundern, wenn solch eine Selbstverwaltung, die all dies toleriert, für eine Lachnummer - es war auch schon von einem Kasperleverein die Rede - gehalten wird.

Außerdem sollten die Selbstverwalter sich einmal die Beförderungs- und Nachwuchspolitik von Dr. Platz genauer ansehen:

  • Werden Beschäftigte der früheren MMBG und HüWaBG bei Beförderungen überhaupt noch berücksichtigt?
  • Wo werden Nachwuchskräfte für den gehobenen Dienst eingestellt? Nur noch im Süden Deutschlands?
  • Werden alle Stellen, die durch Pensionierungen und Eintritt in die Rente durch andere Bewerber besetzbar werden nur noch durch Einstellungen in Mainz ersetzt?
  • Musste deshalb das überdimensionierte Gebäude in Mainz angemietet werden, das angeblich die unglaubliche Rendite von 7 - 8 % für den geschlossenen Immobilienfonds aus der, von der BGHM - wofür Dr. Platz und Wilfried Ehrlich verantwortlich sind - gezahlten Miete abwirft?
  • Sollen die Standorte Düsseldorf, Hannover und München "ausgetrocknet" werden?


Ob sich die Selbstverwalter aber tatsächlich trauen, diese Fragen zu stellen? Man darf gespannt sein, wie kämpferisch sich die IG Metaller positionieren. Hans-Jürgen Urban und Heinz Fritsche sollten jedenfalls wissen, dass sie Mitverantwortung für die Verhältnisse - auch für die Verhältnisse in der Personalpolitik der BGHM - tragen! Es genügt nicht nur über "Stress und stressbedingte Gesundheitsgefahren" Artikel und Bücher zu schreiben, kluge Reden zu halten und wortreich darüber zu philosophieren, vielmehr gilt es tätig zu werden. Sie haben hier nicht nur die Möglichkeit, sondern die Pflicht endlich aktiv zu werden!

Wie lange will die IG Metall eigentlich noch die Politik von Dr. Platz und Wilfried Ehrlich weiter tolerieren und damit unterstützen?


Welche Schlüsse können hieraus gezogen werden?

Wir sind bei der BGHM mit einer Politik konfrontiert, die erstens der Einschüchterung der Selbstverwaltung der BGHM dient. Sie basiert darauf, dass Strafanzeigen und Klagen gegen frühere Selbstverwalter, die für die IG Metall und die Arbeitnehmerinteressen in der ehemaligen MMBG und HüWaBG gekämpft haben, gestellt bzw. erhoben werden. Sie sollen für ihren stetigen Einsatz für eine wirksame Prävention beim Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Betrieben und Unternehmen abgestraft werden.
Das soll Aktivitäten der amtierenden Selbstverwaltung der BGHM verhindern. Alle sollen Angst vor Dr. Platz und Wilfried Ehrlich und den Arbeitgeberverbänden des Südens haben, so ist jedenfalls zu vermuten.

Eine Politik, die zweitens auch - gleichgültig ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt - der Einschüchterung der Bediensteten der BGHM dient. Es wurden Disziplinarverfahren gegen ehemalige Bedienstete sowie amtierende Mitarbeiter eingeleitet. Zusätzlich wurden Strafanzeigen gegen ehemalige Mitarbeiter der MMBG und HüWaBG gestellt und Klagen erhoben. Auf welch spekulativer Basis diese rechtlichen Schritte ruhen, lässt sich an den bereits verlorenen Verfahren absehen. Und wir werden weitere rechtliche Pleiten der BGHM bei den noch nicht abgeschlossenen Verfahren erleben! Gleichwohl soll und wird es vermutlich kein Bediensteter bzw. keine Bedienstete so leicht wagen, auch nur ein kritisches Wort zu sagen, oder gar einen konstruktiven Vorschlag zur Verbesserung der betrieblichen Prävention oder Rehabilitation zu unterbreiten, den Personalrat eingeschlossen! Die Gleichstellungsbeauftragte, die durch die Beschäftigung ihres Sohnes eben in der Kanzlei, in der auch Frau Dr. Kämpfer, die Rechtsanwältin, die die BGHM in den Strafanzeigen vertritt, dürfte ohnehin befangen sein und ihrer Aufgabe kaum mehr gerecht werden können.

Wir erleben hier eine Politik von der Dr. Platz und Wilfried Ehrlich, die an eine - glücklicherweise - in vielen Betrieben und Unternehmen längst ausgemusterte, aber keinesfalls an eine aktuelle, aufgeschlossene und vor allem mitarbeiterbezogene Personalpolitik. Man könnte direkt auf die Idee kommen, an den Herren seien die vergangenen Jahrzehnte und ihre Errungenschaften, insbesondere die Erkenntnisse einer kunden- und mitarbeiterbezogenen Betriebsführung spurlos vorbeigegangen.
Es ist jedenfalls ganz sicher keine Politik, die von einer Gewerkschaft akzeptiert und toleriert werden kann. Es ist eine Politik, gegen die sich die IG Metall sonst immer klar und deutlich ausspricht. Die Vertreter der IG Metall in der Selbstverwaltung endlich sollten und müssten endlich dies auch tun und sich dagegen wehren.
Das scheinen sie aber bislang noch nicht erkannt zu haben und sie scheinen vielmehr gehörig eingeschüchtert zu sein. Es wird Zeit, dass sich die Versichertenvertreter in der Selbstverwaltung an diesem Treiben von Dr. Platz und Co nicht mehr beteiligen.
Das sollte Hans-Jürgen Urban jetzt, nach dem Ausscheiden seines Zuschlägers Klaus Pickshaus, der ja eher die Nähe zu Dr. Platz als die zu seinen Kollegen schätzte, möglicherweise leichter fallen. Vielleicht ist er ja auch jetzt ein wenig umfassender und vor allem genauer informiert. Aber er hat ja durchaus auch in der Vergangenheit schon Briefe erhalten, die ihn informieren sollten, aber mit dem Lesen hapert es bei ihm halt ein wenig. Möglicherweise ist er jetzt auch selbst stärker an den Vorgängen bei der gesetzlichen Unfallversicherung interessiert und damit in der Lage, den Versichertenvertretern der BGHM die anstehenden politischen Notwendigkeiten - endlich - klar zu machen! Wie gesagt, Hinweise dazu hat er ja in der letzten Zeit ausreichend erhalten.

Möglicherweise gibt ihm ja auch Heinz Fritsche, selbst Mitglied im Vorstand der BGHM, eine kleine Hilfestellung, was natürlich voraussetzt, dass dieser aus seiner Lethargie erwacht.

Also nochmals: Endlich aufgewacht ihr "kämpferischen und kompromisslosen Gewerkschafter"!











Homepage | Was wollen wir | Neues | Berufskrankheiten | Informationen | Dokumente | Stichworte | Ebene 50 | Literatur | Impressum | Datenschutzerklärung | Kontakt | Site Map


Aktualisiert am 05 Apr 2019 | forum-bg@forum-bg.de

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü