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Die BG Holz und Metall (56) Seite 2

Neues > 2014

Zuletzt geändert am 11.01.2014


Die BG Holz und Metall (56) - Ist Schizophrenie eigentlich ansteckend?

Seite 2


Wie ist das Verhalten "der" IG Metall zu erklären?

Ist es nicht seltsam, da stellen Mitglieder der Industriegewerkschaft Metall im Rahmen ihrer Funktion in den Selbstverwaltungsgremien der BGHM Strafanzeigen und sie erheben Klagen und beides gegen andere Mitglieder der IG Metall, ohne sich mit den Sachverhalten vertraut gemacht zu haben, denn sie haben die, von der Geschäftsführung eingeleiteten Aktionen nur abgesegnet. Ja, sie haben dies alles sogar getan ohne die verklagten Kollegen vorher auch nur angehört zu haben. Die IG Metall-Mitglieder im Vorstand der BGHM kommen ihren Verpflichtungen, die sie als Mitglieder der Selbstverwaltung durch das SGB haben, nicht nach. Sie handeln auch völlig entgegen den üblichen Gepflogenheiten des Personalrechtes und des gewerkschaftlichen Selbstverständnisses. Beides müsste ihnen eigentlich geläufig sein. Sie halten es nicht einmal der Mühe wert, die betroffenen Kollegen und die Beschäftigten zu den Vorwürfen anzuhören. Sie folgen völlig einfältig und schlicht im Geiste den Vorschlägen der Geschäftsführung unter der Leitung von Dr. Platz.

Auch wenn man annehmen mag, sie seien eingeschüchtert worden, wer sich so von Dr. Platz und Co. einschüchtern lässt, der ist fehl am Platz.

Man muss sogar vermuten, dass sie sich nicht einmal die vollständigen Unterlagen haben vorlegen lassen. Sonst, so müsste man unterstellen, hätten ihnen doch bei einigermaßen klarem Verstand Zweifel kommen müssen.
Es kommt aber noch besser, auch der hauptamtliche Vertreter der IG Metall, Heinz Fritsche, zuständig für die Koordination der Arbeit bei den BGen, folgt diesen Vorgaben der Geschäftsleitung und kümmert sich weder um die angezeigten bzw. beklagten Kollegen, noch kümmert er sich um die Inhalte der Anzeigen bzw. Klagen, andernfalls hätten ihm Fragen kommen und er hätte intervenieren müssen.

Ein derartiges Verhalten, wie es die Vorstandsverwaltung der IG Metall an den Tag legt, wird umgangssprachlich als "schizophren" bezeichnet. Bei Wikipedia kann man hierzu nachlesen: "Umgangssprachlich wird ‚schizophren' gelegentlich synonym zu ‚widersprüchlich', ‚ambivalent', ‚inkonsequent' oder ‚absurd' verwendet."

Nun soll hier weniger dem medizinischen als mehr dem umgangssprachlichen Verständnis gefolgt werden, schließlich geht es hier nicht um eine medizinische, sondern um eine gewerkschaftspolitische Diagnose.


... und wie sieht nun der von der IG Metall beauftragte Rechtsanwalt die Klagen vor den Sozialgerichten?

In erst im Dezember 2013 verfassten Schreiben der Anwaltskanzlei geht der Anwalt äußerst kritisch auf die Art und Weise der Klageerhebung der Anwälte der BGHM sowie der BGHM selbst ein. Hierbei werden einige Punkte sehr deutlich. Hier nun einige Zitate aus einem der Schreiben des, von der IG Metall beauftragten Rechtsanwaltes:

1. Es wird deutlich, dass in den Schreiben der Anwälte der BGHM Behauptungen aufgestellt wurden, die nachweisbar falsch sind. So stellt der Anwalt beispielsweise folgendes fest:

"Es entspricht jedoch der mittlerweile bekannten Vortragstechnik der Klägerin (die Anwältin der BGHM, d.Verf.), als Ersatz für eine klare Antwort ins Lamento zu verfallen. Sie übergeht geflissentlich die Information, dass eben kein Ermittlungsverfahren gegen den Beklagten (ein früheres Mitglied der Selbstverwaltung) existiert, und behauptet - wie gehabt - erneut, die Staatsanwaltschaft ermittle zum ‚streitgegenständlichen Sachverhalt'. Dies entspricht aber nicht der Wahrheit."

2. Es wird deutlich, dass in den Fällen, wo der BGHM die Belege für ihre behaupteten Verstöße ausgehen, sie solche Belege dann eben selbst produziert. Hierzu schreibt der Anwalt u.a.:

"Die Klägerin (die Anwältin der BGHM, d.Verf.) bedarf letztlich keiner staatlichen Ermittlungsbehörde. Deren Geschäft kann man, so ist der Zug der Zeit, privatisieren und als ‚Profitcenter' ausbauen. Das ist ein Markt, hier gibt´s was zu verdienen. Wenn man schon keine Akteneinsicht hat, dann muss man halt auf Rechnung des Auftraggebers (der BGHM, d.Verf.) selbst Akten schaffen, die dann ‚auf ausdrücklichen Wunsch der Staatsanwaltschaft' zum Akteninhalt werden. So funktioniert das im Zeitalter der ‚Compliance'-Ermittlungsverfahren im ‚Wünsch-dir-was-Modus'. Das missliche an all dem: Trotz eines relativ dünn geratenen Berichts (41 Seiten) (es handelt sich hierbei um den Bericht der Innenrevision, d.Verf.) und dick aufgetragenen Anlagen (zwei Ordner) gibt es immer noch kein Ermittlungsverfahren gegen den Beklagten."


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