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Die BG Holz und Metall (5)

Neues > 2012

Zuletzt geändert am 6.3.2012



Wo der Schwanz mit dem Hund wedelt -
Die Aktivitäten der Geschäftsführung haben bereits Auswirkungen auf Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Betrieben!


Wenn die Information der Betriebe unter der Maßgabe erfolgt, die Kosten für die Informationsmaterialien möglichst niedrig zu halten, so ist es natürlich am billigsten, wenn wenige oder überhaupt keine Informationsmaterialien erstellt und ganz folgerichtig auch keine an die Betriebe gegeben werden. Allerdings fehlen dann in den Betrieben ebenso folgerichtig die wichtigen und notwendigen Infomationen um einen qualifizierten Arbeits- und Gesundheitsschutz durchzuführen. Verwundert es dann noch jemanden, wenn die Maßnahmen der Geschäftsführung mittlerweile Auswirkungen auf die Betriebe haben?

Dabei haben die BGen durch verschiedene Untersuchungen nachhaltig belegt: Jeder verhinderte Arbeitsunfall, jede vermiedene Berufskrankheit sowie jede vermiedene arbeitsbedingte Erkrankung spart sowohl den BGen als auch den Betrieben Kosten und zwar in erheblich größerem Umfang, als dies durch irgendwelche Kosteneinsparungen bei Präventionsmaßnahmen möglich wäre. In den vergangenen Jahren wurden zu diesen Kosteneinsparungen u.a. auch von den BGen Projekt durchgeführt, die diesen Sachverhalt nachdrücklich belegt haben. Also inzwischen eine Binsenweisheit, die sich eigentlich bei den "Profis" aus der Geschäftsleitung der BGHM auch schon herumgesprochen haben sollte.

Aber bei der fusionierten BGHM wird ja nunmehr gespart, koste es was es wolle!

Diese kostenbestimmte Haltung gegenüber der Prävention wurde in den Betrieben bereits vielfach registriert. So gab es seit der Fusion der Metall-BGen im Januar 2011 bereits von mehreren Fachkräften für Arbeitssicherheit aus Großbetrieben Beschwerden über die unzureichende Versorgung mit Informationsmaterial.

Dieser Mangelzustand fällt natürlich auch Arbeitgebern aus Klein- und Mittelbetrieben auf. Schließlich kennen sie ihre Betriebe in aller Regel sehr gut. Schließlich sind sie den Unfall- und Gesundheitsrisiken selbst auch ausgesetzt, wenn sie in ihren Betrieben mitarbeiten. Insofern rechnen sie ganz selbstverständlich mit der Unterstützung ihrer BG bei der Umsetzung des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes in ihrem Betrieb. Hierzu sind die BGen nach ihrem Auftrag schließlich auch gesetzlich verpflichtet. In der Vergangenheit konnten sich die Mitgliedsbetriebe der MMBG sowie der HüWaBG darauf verlassen, diese qualifizierte Unterstützung auch zu erhalten!

Forum-BG dankenswerterweise den folgenden Brief erhalten, der belegt: Die Geschäftsführung der BGHM muss nachdrücklich daran erinnert werden, dass es der gesetzliche Auftrag aller BGen - damit auch der BGHM - ist, mit allen geeigneten Mitteln Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und berufsbedingte Erkrankungen zu verhindern und hierzu auch die berufliche und die medizinische Rehabilitation in der gleichen Weise zu betreiben.




Wer die Vorgänge bei der BGHM bisher nur als eine verwaltungsinterne Posse gehalten hat, dem müssen spätestens nach dem Lesen dieses Briefes Zweifel an der Kompetenz und Bereitschaft der Geschäftsführung zur Erfüllung der ihr übertragenen Aufgaben kommen.

Wohl gemerkt, es liegen eine Reihe weiterer Schreiben vor, in denen ebenfalls gegenüber den jeweiligen Verbänden Beschwerde darüber geführt wird, dass die BGHM ihren Informations- und Unterstützungspflichten nicht bzw. nur unzureichend nachkommt.

Langsam müsste klar sein, dass die Politik der Geschäftsführung der BGHM den Versicherten wie den Mitlgiedsbetrieben gleichermaßen massiv schadet.


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Aktualisiert am 19 Jun 2017 | forum-bg@forum-bg.de

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