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Die BG Holz und Metall (3)

Neues > 2012

Zuletzt geändert am 16.2.2012



Wo der Schwanz mit dem Hund wedelt -
Verunsicherung, Demotivation und Resignation bei den Beschäftigten


Wer nur ein wenig Erfahrung aus der Tätigkeit in einem Betrieb mitbringt, der wird wissen, dass solche Vorgänge, wie man sie bei der BGHM verfolgen kann, auch Auswirkungen auf das Betriebsklima haben.

Es ist für die Beschäftigten nie besonders motivierend, wenn plötzlich regelwidrig, entgegen üblicher Entscheidungswege und damit undurchschaubar Maßnahmen durchgeführt werden. Insbesondere dann, wenn solche Prozesse unter Ausschluss der Beschäftigten und möglicherweise sogar unter Ausschluss der Interessensvertretung - hier ist es der Personalrat - stattfinden und das gilt natürlich auch für die BGHM.

In einem Mail an forum-bg kommt die Verunsicherung der Beschäftigten der BGHM sehr deutlich zum Ausdruck:



Ob und in welcher Form der Personalrat über die Vorgänge informiert wurde, ob er einbezogen wurde, ob er sich dazu geäußert hat, all das ist forum-bg nicht bekannt. Sicher ist auf jeden Fall, dass er für einige der Personen, die einer Straftat verdächtigt werden, zuständig ist. Nämlich für all jene, die unter A 16 eingestuft sind.

Bei der früheren Verwaltungsgemeinschaft der MMBG mit der HüWaBG gab es eine gute Praxis:
Wenn der Personalrat ein Problem hatte, das er gerne den Versichertenvertretern im Vorstand vortragen wollte, so hat er dies angekündigt und bei der nächsten Vorbesprechung der Versichertenvertreter im Vorstand hatte der Personalratsvorsitzende bzw. jemand anderes dann die Gelegenheit dazu. Damit fand ein Informationsaustausch statt, ohne dass der Personalrat in die Geschäfte des Vorstandes eingegriffen hätte und andererseits ohne dass die Versichertenvertreter im Vorstand sich zu Interessensvertretern der Beschäftigten aufgeschwungen hätten. Aber: die Versichertenvertreter im Vorstand waren informiert.

Diese bewährte und gerade unter Kollegen eigentlich völlig unspektakuläre Praxis scheint bei der BGHM, aus welchen Gründen auch immer, nicht praktiziert zu werden.

Dabei müssen sich die Versichertenvertretern im Vorstand vor Augen halten, dass sie und noch viel mehr die Versicherten Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben auf die Motivation der BG-Mitarbeiter angewiesen sind:

  • Dienst nach Vorschrift bei der Berarbeitung einer Arbeitsunfallanzeige geht immer zu Lasten der Betroffenen;
  • Dienst nach Vorschrift bei Berufskrankheitenanzeigen führt auf jeden Fall zu erheblichen zeitlichen Verzögerungen bei der Bearbeitung des Falles;
  • Dienst nach Vorschrift bei der Rehabilitation führt auf jeden Fall zu Leistungsverzögerungen und
  • Dienst nach Vorschrift bei der betrieblichen Überwachung führt u.U. dazu, dass lebensbedrohliche Arbeitsbedingungen nicht beseitigt werden.


Eigentlich hinreichend viele gute Gründe dafür, dass sich der Vorstand massiv dafür einsetzt, die bei der Geschäftsleitung liegenden Gründe für das schlechte Betriebsklima nachhaltig zu beseitigen. Hierfür ist der Vorstand auch verantwortlich, schließlich verwaltet er die BG (s. Die BG Holz und Metall (1)). Hierauf wartet wohl auch ein erheblicher Teil der Beschäftigten der BGHM und das hoffenltich nicht vergeblich!

Demotivation im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz kann wahrlich "tödlich" sein. Das müsste sich inzwischen auch bis zur Abteilung Sozialpolitik der IG Metall nach Frankfurt rumgesprochen haben.

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Aktualisiert am 18 Jul 2017 | forum-bg@forum-bg.de

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