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Die BG Holz und Metall (18)

Neues > 2012

Zuletzt geändert am 24.9.2012


Die BG Holz und Metall (18) - "Öffentlichkeitsarbeit" und Wirklichkeit

Nur zur Erinnerung, das SGB VII gibt den BGen in § 1 Prävention, Rehabilitation, Entschädigung ganz unmissverständlich vor:

"Aufgabe der Unfallversicherung ist es, nach Maßgabe der Vorschriften dieses Buches
1. mit allen geeigneten Mitteln Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten,
2. nach Eintritt von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Versicherten mit allen geeigneten Mitteln wiederherzustellen und sie oder ihre Hinterbliebenen durch Geldleistungen zu entschädigen."


Auch wenn hinreichend bekannt ist, dass sich die Geschäftsführung der BGHM in rechtlichen Fragen nur mäßig auskennt und die Selbstverwaltung sich um rechtliche Vorgaben wenig kümmert, diese grundlegende Vorgabe sollten trotzdem allen bekannt und in ihrer inhaltlichen Bedeutung erkannt worden sein.

Wurde Wilfried Ehrlich in den BGHM-Mitteilungen nicht noch vor kurzem dahingehend zitiert, die Fusion sei geglückt usw. usf. (vgl. BGHM (17) - Der devote Grundsatzausschuss) Aus den Betrieben ist wesentlich Anderes zu hören. Hier ein neues Beispiel:



Der Verfasser dieses Schreibens spricht eine Reihe von Punkten an, in denen er Missstände sieht. All die kritisierten Punkte verweisen auf Mängel in der Ausrichtung sowie der personellen und materiellen Ausgestaltung der Präventionsarbeit, kurz auf Mängel in der Organisation. Der Verfasser des Schreibens hat sicherlich wesentlich aktuellere und differenziertere Erfahrungen als die Mitglieder des "ehrlichen" Grundsatzausschusses. Alleine schon deshalb hätte er ihnen sicherlich einen qualifizierten Ratschlag zu den Kriterien für die Besetzung der stellvertretenden Leitung der Abteilung Betriebsbetreuung geben können.

Erinnert man sich an die jüngsten personellen Beschlüsse dieses sagenhaften "ehrlichen" Grundsatzausschusses, so kann man nur feststellen, die Selbstverwaltung ist zum Vollzugsorgan für die Wünsche und Vorstellungen der Geschäftsführung geworden oder hat sich selbst dazu gemacht. Von einer Umsetzung der rechtlichen Vorgaben ist man dagegen weit entfernt.

Und erinnert man sich überdies an das Antwortschreiben der beiden Vorsitzenden des Vorstandes an Bernd Schildknecht u.a., so muss man außerdem feststellen, dass man bei kritischen Fragen und Einwänden auch noch überheblich und ignorant auftritt.

Es läßt sich nun wirklich nicht mehr verbergen, dass es nicht die Selbstverwaltung, sondern die Geschäftsführung der BGHM ist, die die BGHM verwaltet und leitet - und einige halten das ja noch für völlig richtig.

Was das bedeutet kann man leicht erkennen. Für die Geschäftsführung und insbesondere für Dr. Platz steht die Ausrichtung der Personalorganisation auf ihr wohlgesonnene und treu folgende "Mitarbeiter" im Zentrum des Interesses. Schließlich hilft eine solchermaßen gestaltete Personalpolitik auch, die Selbstverwaltung von ihrem heutigen Dasein als Schoßhündchen zu erlösen und sie völlig überflüssig zu machen. Logisch, dass dabei die Prävention auf der Strecke bleibt.

Wobei allerdings in der Tat eine Selbstverwaltung, die ihre Aufgaben nicht wahrnimmt, kaum als Gewinn und noch viel weniger als Beitrag zur demokratischen und verantwortlichen Gestaltung unseres Sozialversicherungssystems und insbesondere des Unfallversicherungssystems gesehen werden kann.

Es muss leider vermutet werden, dass auch die Zahlen für die Entwicklung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten für das erste Halbjahr 2012 wiederum einen Anstieg zeigen werden. Über die damit verbundenen Leiden bei den Betroffenen und Kosten für Rehabilitation und Leistungen wird momentan noch nicht nachgedacht.

Vermutlich hat die Geschäftsführung aber schon einen Vorschlag für die personelle Neubesetzung der zuständigen Abteilungen. Die Herren - Damen sind ja dank der Zurückhaltung der Gleichstellungsbeauftragten sowieso nicht vorgesehen - werden sich dann vor den Ansprüchen der Geschädigten mit allen ihnen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln wehren. Auf diese Weise kann man bei Versicherungen am leichtesten Geld sparen und dies ist übrigens auch kein so neues Verfahren, wenn man die Unfallversicherungen nur ein wenig kennt.

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Aktualisiert am 19 Jun 2017 | forum-bg@forum-bg.de

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