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Die BG Holz und Metall (141) - ...Personalpolitik "platziert"!

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Zuletzt geändert am 24.04.2021




Die BG Holz und Metall (141) - … Personalpolitik "platziert"!


Wer erinnert sich nicht an die Patz'sche Personalpolitik bei der BGHM: Wer der Geschäftsführung und insbesondere Dr. Platz gefällig ist, der erhält auch Leitungspöstchen. Und der Vorstand spielt dabei mit, schließlich passt es ins Konzept der Automobilindustrie.

Wer nun geglaubt hat, das würde sich nach dem Ausscheiden der alten Geschäftsführung, also der Herren Dr. Platz, Schmitz und Dr. Römer ändern, der wurde eines Besseren belehrt. Schließlich wurden ja auch die platz'schen Helferlein befördert und zwar insbesondere Heck und Trocha in Leitungsfunktionen. Und diese leitenden Personen setzen nun die Personalpolitik des "Platzierens" fort, irgendetwas müssen sie in den vergangenen Jahren ihrer Tätigkeit bei der BGHM gelernt haben.


Und sie "platzieren" wieder

Zum 01.03.2021 wurde die bisherige Leiterin der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit bei der BGHM, Frau Most-Pfannebecker zur Leiterin der Abteilung Qualifizierung in der Prävention. Dies wurde am 25.02.2021 von Roland Trocha verkündet:

"Wir freuen uns sehr, dass Christiane Most-Pfannebecker zum 01.03.2021 die Leitung der Abteilung Qualifizierung in der Prävention übernimmt.

Frau Most-Pfannebecker hat ihre Karriere 2013 bei der Berufsgenossenschaft begonnen und blickt damit auf eine langjährige erfolgreiche Tätigkeit zurück.

Nach einem Studium der Geistes- und Sozialwissenschaften, in dem sie unter anderem auch einen Abschluss in Pädagogik und Didaktik erworben hat, einem weiteren Abschluss als Diplom-Betriebswirtin sowie einem Zusatzstudium im Gesundheitsmanagement, hat sie nach langjähriger Tätigkeit in der freien Wirtschaft ab 2013 die Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit bei der BGHM aufgebaut. Zurzeit leitet sie die Abteilung Kommunikation der HOT.

Wir wünschen Christiane Most-Pfannebecker alles Gute und viel Erfolg für ihre neuen Aufgaben.

Christian Heck Niels Schurreit Roland Trocha"

Nun ist es ja zu begrüßen, dass eine Stelle in der Leitungsebene mit einer Frau besetzt wird.

Man erinnert sich ja noch an die Sprüche von Heinz Fritsche, seines Zeichens Vertreter der IGM im der Vorstand der BGHM, der großspurig verkündete, die Geschäftsführung der BGHM würde nach dem Ausscheiden der Platz'schen Geschäftsführung einer Frau übertragen. Dicke Backen machen war ja ein Kennzeichen der Interessensvertretung von Heinz Fritsche in der BGHM.

Daraus wurde dann aber der Nachfolger Christian Heck. Vielleicht hat Fritsche Heck ja für eine Frau gehalten. Möglicherweise sollte man nun auch nicht mehr von "
platzieren", sondern von "aushecken" bei der Personalpolitik der BGHM sprechen.


Die Prävention und was Heck und Trocha dafür halten

Aber zurück zur Leitung der Abteilung Qualifizierung in der Prävention. Hier muss man nun allerdings schon die Frage stellen, weshalb wiederum jemand in eine Führungsposition im Bereich Prävention befördert wurde, der schlicht keinerlei Erfahrungen im Bereich der betrieblichen Prävention hat.

Nun verwundert es nicht, wenn der Kirchenrechtler Trocha, dessen Qualifikation und Tätigkeit auch überhaupt nichts mit Prävention zu tun hat, bislang vielmehr darin bestand dafür zu sorgen, dass die innerbetriebliche Compliance gewahrt wurde. Der außerdem gemeinsam mit Christian Heck "Sachverhalte" und "Rechtsverstöße" gegen frühere Beschäftigte sowie gegen frühere Mitglieder in der Selbstverwaltung zu "ermitteln" und entsprechende "Vernehmungen" durchzuführen hatte. Also typische Platz'sche Dienstleistungen zu erfüllen hatte.

Wobei sich die Heck'schen und Trocha'schen "Ermittlungen" im Nachhinein als Hirngespinste entpuppten. Die von Heck und Trocha angeblich ermittelten Rechtsverstöße waren ihrer Phantasie entsprungen und passten halt ins Platz'sche Schema.

Die von den beiden produzierten "Behauptungen", die nur in einem Fall -
wohlgemerkt in einem von 24 Fällen -nachträglich vor Gericht haltbar waren. Entsprechend verlor die BGHM nahezu alle Prozesse und Verfahren und die staatsanwaltlichen Ermittlungen wurden - trotz Einspruch durch die grandiose Anwältin der BGHM - schlicht eingestellt.

Wie der Jurist Heck und der Kirchenrechtler Trocha zu ihren Behauptungen gelangten, darüber mag jede und jeder selbst spekulieren.

Obwohl die BGHM, oder genauer gesagt Dr. Platz, ohne Zustimmung des eigentlich verantwortlichen Vorstandes, sehr "engagierte" Anwälte mit der Rechtsvertretung beauftragte und dieses rechtswidrige Verfahren nachträglich dann auch noch vom Vorstand der BGHM abgesegnet wurde, die BGHM hat fast alle Prozesse verloren und die Staatsanwaltschaft hat alle Ermittlungen im Zusammenhang mit den, von den BGHM-Anwälten im Auftrag von Platz und Co. gestellten Strafanzeigen, eingestellt.

Nach Information aus der "alten" Selbstverwaltung der BG 5 und 6 hat nun wenigstens im letzten Zivilgerichtsverfahren die BGHM vor dem berüchtigten OLG Düsseldorf einen "Sieg" gegen den früheren "Lieblingsfeind" von Dr. Platz, nämlich den früheren HGF der BG 5 errungen. Es ging um die Zusatzrente aus der früheren Tätigkeit bei der BG 5. Das ehemalige BVA (Bundesversicherungsamt) hatte sie für zulässig erachtet (1991!). Das OLG aber nicht. Die Revision soll vom BGH nicht zugelassen worden sein. Die Begründung soll hoch interessant sein. Die Sache soll - so die Begründung - keine grundsätzliche Bedeutung gehabt haben und diene auch nicht der Fortbildung des Rechts und der Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung.

Mit anderen Worten: Was von der BGHM angezettelt wird, hat nie grundsätzliche Bedeutung und ist auch im Übrigen bedeutungslos.


Doch zurück zur Personalpolitik:

Nun mögen Nichtjuristen vermuten, dass zumindest bei Trocha diese Falschbehauptungen darin begründet sein könnten, dass er ja wohl als Kirchenrechtler sich im Studium nicht unbedingt mit derartigen Rechtsfragen kompetent auseinandergesetzt haben mag. Die Einschätzung von Kirchenrecht und dessen Verhältnis zum geltenden staatlichen Recht in einem demokratischen Land, hat ja in der jüngsten Zeit gerade durch Vorgänge in Köln oder genauer gesagt im Erzbistum Köln, etwas gelitten. Es sind bei vielen Menschen Zweifel daran entstanden, was "Kirchenrecht" in einem demokratischen Staat verloren hat.

Es ist jedenfalls so, dass Roland Trocha keineswegs über Kompetenzen in Fragen von Prävention verfügen würde, auch wenn er vom Vorstand zum Leiter der Hauptabteilung Präventionsbezirke gemacht wurde. Weshalb wiederum dies geschehen ist, auch darüber darf spekuliert werden. Von grundsätzlicher Bedeutung ist auch das nicht.


Prävention und Pädagogik, zwei sehr unterschiedliche Themen

Nun wurde von Heck, Schurreit und Trocha in ihrer Verkündung zwar ausführlich auf die Qualifikation von Frau Most-Pfannebecker hingewiesen. Feststellen muss man allerdings, dass ihre Qualifikation zwar pädagogischer Art, aber ganz sicher nicht im AGS zu finden ist. Wer keine Ahnung von Prävention hat, der mag vielleicht annehmen, dass es für die Entwicklung eines Qualifikationskonzeptes für Personen, die mit dem betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz beauftragt und befasst sind es vor allem darauf ankommt, dass ein "wirksames" Pädagogikkonzept entwickelt werden muss. Dem ist allerdings keineswegs so. Für die Unfallversicherungen kommt es bei ihren Qualifizierungsangeboten vor allem darauf an, Arbeits- und Gesundheitsschutzfragen in ein Qualifizierungskonzept zu packen. Es geht also um
technische, aber auch chemische sowie medizinische und organisatorische Fragen und Ansätze, mit denen der betriebliche Arbeits- und Gesundheitsschutz nachhaltig verbessert werden kann und soll.

Weshalb die Leitung der Abteilung Qualifizierung in der Prävention niemandem aus dem Bereich des Aufsichtsdienstes oder derjenigen gegeben wurde, oder möglicherweise auch jemandem, der in der Qualifikation bisher schon tätig war und ist - und auch in diesen Tätigkeitsbereichen gibt es bei der BGHM übrigens Frauen, die nicht nur engagiert, sondern auch in Fragen der Prävention tatsächlich außerordentlich qualifiziert sind, das ist die Frage.

Man muss leider wieder vermuten, dass Personalpolitik nach dem Prinzip des "platzierens" von der Geschäftsführung Christian Heck und von den Mitgliedern des Vorstandes schlicht weiter geführt wird.

Wie die Versichertenvertreterinnen und Versichertenvertreter im Vorstand, also die Kolleginnen und Kollegen
Meier Oliver, Eglmeier Karl-Heinz, Thewis Michael, Wagner Bernhard, Wengert Torben, Krause Andreas, Klenzmann Stephan, Redlich Eckhard, Altkrüger Susanne, Heiden Norbert, Werdehausen Uwe, Neumann Dirk,
sowie ihre Stellvertreter/innen
Fischer Bernd, Husmann Ludger, Hübner Stefan, Edelmann Bernd, Moherndl Simone, Braun Perry, Heim Bodo, Schulz Edward, Acker Uwe, Keil Klaus, Dienelt Antje, Scherer Werner, aus der Wiesche Michael, Bollmann Achim, Holtsteger Uwe, Pfalz Benjamin, Jaeger Sabrina, Ahrens Gerd, Schmidt Jens, Schleich Michael, Dettweiler Thomas, Eichelkraut Carsten, Fritsche Heinz
für diese Personalpolitik, ihre Mitentscheidung begründen, das wäre schon interessant zu hören. Vor allem ist von Interesse, ob sie überhaupt entschieden haben oder ob es wieder einmal eine alleinige Entscheidung von Christian Heck und Roland Trocha war.


Zwei Fragen drängen sich allerdings schon noch auf:

1. Wie kommt es, dass die Bekanntmachung über die Beförderung von Frau Most-Pfannebecker von Roland Trocha, Leiter der Hauptabteilung Präventionsbezirke und nicht von Stefan Gros, dem Leiter der Prävention, unterschrieben wurde?

Ein Sachverhalt, der wohl bewusst verschwiegen wird.

2. Wieso fehlt neuerdings auf der Internetseite der BGHM das Organigramm der BGHM? Bis vor kurzem konnte es dort noch aufgerufen werden. Muss man davon ausgehen, dass Heck, Trocha, Bachor, also die alten Helferlein von Dr. Platz nunmehr auch schon in anderen Bereichen daran gegangen sein sollten, ihre spezielle Form der "Personalpolitik" oder wie man es richtiger nennen sollte, der "Spezlwirtschaft" bereits schon weiter praktiziert haben und dies aber einer breiteren Öffentlichkeit noch nicht erkennbar machen wollen?


Und was sich sonst noch so tut:

Mittlerweile ist nun die Stelle "Leiterin/Leiter (m/w/d) Abteilung Kommunikation" intern ausgeschrieben. In der Ausschreibung ist u.a. das Folgende zu lesen:

"Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (GHM) übernimmt als ein Träger der gesetzlichen Unfallversicherung bundesweit den Schutz von 5,5 Millionen Versicherten in den rund 231.500 Betrieben der Branchen Holz und Metall. Unser Ziel ist es, Menschen zu helfen, die durch Arbeitsbedingungen gefährdet oder von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten betroffen sind.

Für eine Hauptabteilung Organisation suchen wir am Dienstort Mainz eine/n

Leiterin/Leiter (m/w/d) Abteilung Kommunikation

Im Rahmen ihrer Verantwortung für die strategische Unternehmenskommunikation koordinieren Sie alle Aktivitäten der internen und externen Kommunikation sowie der Pressearbeit unseres Hauses. Sie entwickeln hierbei crossmediale Strategien und binden in ihre Konzepte neben den traditionellen auch die neuen Medien ein. Sie passen die Kommunikationsinstrumente zielgruppenspezifisch und kundenorientiert an. Als Pressesprecher/-in pflegen Sie einen eigenverantwortlichen und proaktiven Umgang mit den Medien. Durch ihre integrierende Rolle in der Unternehmenskommunikation gestalten Sie aktiv unsere Unternehmenskultur mit.

Sie sind eine Führungspersönlichkeit, haben ein hohes Maß an Sozialkompetenz und kommunikativer Fähigkeiten. Für diese anspruchsvolle Tätigkeit bringen Sie ein abgeschlossenes Hochschulstudium und mehrjährige Berufserfahrung in den Bereichen Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit oder Marketing mit. Einschlägige Erfahrungen in der politischen Kommunikation und gute Kenntnisse der Presselandschaft setzten wir voraus. Sie passen gut zu uns, wenn Sie verantwortungsbewusst und teamfähig sind und Interesse an interdisziplinärer Zusammenarbeit haben.



Kontakt:
Für persönliche Rückfragen steht Ihnen Herr Bachor (Tel. 06131 802-10950) gerne zur Verfügung. Zudem können Sie unter www.bghm.de mehr über uns erfahren."

Soweit die Ausschreibung

Und wen trifft man hier wiederum in verantwortlicher Form: Bachor, wieder einen der Platz'schen Helferlein. Und wenn man nun diese Ausschreibung genauer liest und bedenkt, dass die Person, die diese Stelle bislang inne hatte, nunmehr die Leitung der Abteilung Qualifizierung in der Prävention übernimmt, so stellt sich einem zwingend die Frage, wie man auf Basis dieser Stellenbeschreibung Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Prävention hätte erwerben können?
Aber Prävention ist ja schon lange ein Thema, das bei der Leitung der BGHM immer geringere Bedeutung hat. Man denke nur, wie die Berufsgenossenschaften angesichts der Diskussion um regelmäßige Coronatests durch die Betriebe für ihre Beschäftigten geschwiegen haben. Wie sie sich von der Kontrolle und Überwachung der Mitgliedsbetriebe verabschiedet haben.

Ein Beispiel: Eine Klinik in NRW, in der auch an Corona-Erkrankte behandelt werden, wurde 2016 zum letzten Mal von der zuständigen BG durch Aufsichtspersonen kontrolliert. Sicher wird nun gesagt, ja in diesem Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung, da mag das so sein …

Nur leider sieht die Situation bei der BGHM keineswegs anders aus.
Doch darüber später mehr.






























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Aktualisiert am 24 Apr 2021 | forum-bg@forum-bg.de

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