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Die BG Holz und Metall (124)

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Zuletzt geändert am 16.07.2019



Die BG Holz und Metall (124) - das Orakel hat wieder gesprochen: Es ändert sich nichts!


Nun ist es raus, ab dem 01.09.2019 wird Dr. Platz angeblich ersetzt und ein neues Mitglied in der Geschäftsführung tätig werden. Wer hätte das gedacht, dass es noch ein "Nach-Dr.-Platz" geben wird? Es soll, so hört man, doch tatsächlich schon Leute gegeben haben, die an einem neuen, jugendlich aussehenden Schwellkopf gebastelt haben, um zumindest nach außen einen frischen Eindruck entstehen zu lassen. Wesentlich häufiger soll es aber vorgekommen sein, dass sich Beschäftige der BGHM gewünscht haben, endlich eine neue Geschäftsführung zu bekommen.

Jetzt steht es fest: Der favorisierte externe Bewerber für die Stelle von Dr. Platz hat seine Bewerbung zurückgezogen, offenbar auch auf die Stelle des Hauptgeschäftsführers (HGF) ab dem 01.01.2020, nach der Satzungsänderung. Forum-BG hat hierüber schon berichtet. Es steht zu befürchten, dass einer der Helferlein von Dr. Platz auch sein Nachfolger werden soll, obwohl die Stelle des HGF ab dem 01.01.2020 von außen besetzt werden sollte! Wir erinnern uns, da gab es den "Ermittler" Heck, der von Dr. Platz beauftragt wurde nachzuforschen. Das Ergebnis seiner "Ermittlungen" war, dass er behauptete, er hätte kriminelle Machenschaften durch Selbstverwalter und Beschäftigte festgestellt. Wie inzwischen feststeht, waren diese Aktivitäten von Herrn Heck keineswegs so faktenreich, wie er behauptet hatte. Ja, wie inzwischen gerichtsfest ist, waren es Ergebnisse ohne Hand und Fuß. Die Behauptungen über ein Fehlverhalten oder gar kriminelle Machenschaften früherer Mitglieder der Selbstverwaltung sowie früherer Beschäftigter der MMBG und der HWBG sind nicht nur völlig halt-, sondern auch gegenstandslos. Man möchte fast sagen, erstunken und erlogen. Alle Ermittlungsverfahren wurden eingestellt, die Beschwerden als unbegründet zurückgewiesen und alle Selbstverwalter der früheren MMBG und HWBG haben ihre Sozialgerichtsprozesse rechtskräftig gewonnen!

Und Herr Heck wird nun ab dem 01.09.2019 Nachfolger von Dr. Platz. Ein Tiefschlag für den Pralinenspezialisten Trocha. Die beiden weiteren Mitglieder der Geschäftsführung bleiben möglicherweise ja bis zum 31.12.2019 in ihren Funktionen. Insofern wird Herr Heck in die Rolle des Vorsitzenden der Geschäftsführung gehoben. Doch was passiert ab dem 01.01.2020, mit Eintritt der Änderung in der Satzung der BGHM? Wer fungiert dann als Hauptgeschäftsführer? Heck dürfte zumindest die Stelle des Stellvertreters einnehmen. Wenn er sich dann als Frau kleidet, wird er möglicherweise auch noch den Anforderungen von Heinz Fritsche gerecht, der ja davon gesprochen hat, dass die Geschäftsführung nach Dr. Platz von einer Frau übernommen werden solle.

Es war zu hören, dass sich der Vorstand doch tatsächlich so geäußert haben soll:
"Der Vorstand sei Herrn Heck dankbar, dass er sich zur Verfügung stellt." So, die Äußerung im O-Ton! Wollten die Mitglieder des Vorstands damit sagen, sie seien glücklich einen so guten und erfolgreichen Ermittler, der früher an der Seite von Dr. Platz sein Unwesen trieb, nun eigenständig als Nachfolger von Dr. Platz, in welcher Funktion auch immer, agieren zu sehen? Können sich die Mitglieder des Vorstands vielleicht vorstellen, dass sich hierdurch die bestehenden Probleme bei der BGHM, also z.B. die massiven Mängel in der Prävention, u.a. durch den systematischen Abbau von praxisorientierten Bildungsmaßnahmen und den Abbau von Qualifizierungsangeboten, weiter verschärfen werden? Denn Heck hatte mit der wichtigsten Aufgabe der BGHM, der Durchführung einer wirksamen Prävention in den Unternehmen und Betrieben, noch nie etwas zu tun! Aber die Prävention scheint ja auch beim Vorstand eher unter "ferner liefen" behandelt zu werden. Es ist schon fast zu befürchten, dass der Vorstand als Gremium hiervon schlicht nichts versteht und nichts hält!

Oder muss man annehmen, dass bei der BGHM neuerlich "kriminelle Machenschaften" erfunden und danach sinnlos über Jahre hinweg kostenintensiv verfolgt werden sollen?


… übrigens:

Die Stelle des HGF, die ab dem 01.01.2010 zu besetzen ist, soll nicht öffentlich ausgeschrieben werden, nein, man will keine neue Ausschreibung auf den Weg schicken, sondern innerhalb der BG-Welt einen/e geeigneten/e Kandidaten/in suchen. Man darf wirklich gespannt sein, ob man bei dem derzeitigen Renommee der BGHM fündig wird. Vielleicht bleibt dann doch nur Dr. Platz, der ja auch zur "BG-Welt" gehört, übrig. Störend und erklärungsbedürftig wäre nur, wie man ihn als "Außenstehenden" wählen könnte, weil er ja auch in der Passivphase der Altersteilzeit, in die er im September eintritt, zur BGHM gehört!


… und noch etwas:

Nachdem der Vorstand in einer Videobotschaft die Beförderung von Herrn Heck in die Geschäftsführung verkündet hat, wurden noch schnell für bestimmte Gefolgsleute die Weichen gestellt. So gibt es bei der BGHM nicht mehr eine Hauptabteilung Finanzen, diese wurde vielmehr umbenannt in Hauptabteilung Verwaltung, deren Leiter Herr Krowas ist. Zu seinem Stellvertreter und damit wohl auch zum späteren Erbe von Herrn Krowas wurde Herr Bachor ernannt. Herr Bachor, der nach Einschätzung einiger Vorstandsmitglieder weder Ahnung, noch Vorbildung im Bereich Finanzen hat. Es scheint hier ein Sinneswandel eingetreten zu sein. In einem Punkt sind sich Herr Krowas und Herr Bachor allerdings einig, nämlich in ihrer Haltung zu den bg-lichen Bildungsstätten, die beide wohl für überflüssig halten und die folglich baldmöglich verkauft werden sollen. Insofern passen beide Herren in das Schema von Dr. Platz, die Präventionsleistungen abzubauen.




… und was sagt der Vorstand?

Es stellt sich wirklich die Frage, ob eine derartige Entwicklung von den Vertreterinnen und Vertretern der Versicherten im Vorstand der BGHM nicht gesehen wird? Oder sollte dem Vorstand eine derartige Fehlentwicklung einfach völlig egal sein? Oder sollten ihnen schlicht einfach die notwendigen Kenntnisse und Erfahrungen im betrieblichen und überbetrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz fehlen? Es könnte natürlich aber auch sein, dass ihnen dies alles einfach nur völlig gleichgültig ist? Allerdings sei angemerkt, dass der Vorstand für den Organisationsplan zuständig ist. Deshalb die Frage: Hat Dr. Platz den Vorstand über diese Umorganisation überhaupt informiert und wurde die Neuorganisation zu Gunsten von Herrn Bachor dem Grundsatz tatsächlich zur Entscheidung vorgelegt?

Was immer die Ursachen oder Hintergründe für ein solches gleichgültiges Verhalten des Vorstandes auch sein mögen: Es schadet sowohl den versicherten Betrieben und Unternehmen wie auch den versicherten Beschäftigten und damit den Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben.

Sollte mit der Satzungsänderung am 01.01.2020 tatsächlich ein externes Mitglied in die zukünftige Geschäftsführung der BGHM kommen, diese Person wird keine Chancen auf die Umsetzung möglicher eigener Vorstellungen über die Personal- und Verwaltungsstruktur haben, da jetzt noch die entsprechenden Weichen ganz im Sinne von Dr. Platz gestellt werden.


Es wird aber langsam dramatisch!

Wie man leider feststellen muss, ist das Versagen der Versichertenvertreterinnen sowie der Versichertenvertreter in den Selbstverwaltungsgremien wesentlich umfänglicher. So weist Dr. Müsch in seinem Beitrag in der Zeitschrift "Arbeit und Arbeitsrecht", Heft 6/19, unter der Überschrift: "Gewerkschaftliches Selbstverwaltungs-Desaster" auf die massiven Defizite hin, die es bei der Umsetzung der Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gibt, wenn es darum geht, gesundheitliche Schädigungen oder gar tödliche Erkrankungen aufgrund schlechter bis miserabler Arbeitsbedingungen zu vermeiden. Oder wenn es etwa gar darum geht, all jenen, die bereits erkrankt sind, durch die Unfallversicherungen zu helfen.

Dr. Müsch stellt fest:

"Die ubiquitäre Tabuisierung der BK-Thematik einschließlich Deutschem (Kassen-)Ärzteblatt (Sprachrohr vor allem der KBV) und der Ausnahme, z. B. in Form von zwei aktuellen Beiträgen in der SZ (zuletzt Nr. 64, S. 37, 2019), dient offensichtlich der "Dethematisierung" der Tatsache, dass Gewerkschaftsfunktionäre durch ihre Einflussnahme in den Einrichtungen der Selbstverwaltung der Gesetzlichen Unfallversicherungsträger, in den Mitbestimmungsorganen der Unternehmen sowie auch vor Ort in den Betriebs- und Personalräten das berufsbedingte Versterben der eigenen Kollegen nicht verhindern können."


Es sei hier die Frage erlaubt, wie sich die IG Metall - und hier insbesondere das zuständige Vorstandsmitglied Dr. habil. Hans-Jürgen Urban - aber auch die anderen DGB-Gewerkschaften ihre Arbeit und ihre Aktivitäten in den Selbstverwaltungsgremien der gesetzlichen Unfallversicherungen vorstellen und wie sie zu Verbesserungen kommen wollen. Man darf gespannt sein, welche Vorschläge Dr. habil. Hans-Jürgen Urban hierzu hat. Oder sollte er etwa augenblicklich wegen der Entlassung von Frau Holsboers aus dem Vorstand der Bundesagentur für Arbeit anderweitig zu beschäftigt sein? Er ist ja Mitglied des Verwaltungsrates der Bundesagentur für Arbeit (vgl. https://www.arbeitsagentur.de/ueber-uns/selbstverwaltung-der-ba). In der Presse ist jedenfalls zu lesen, dass die Haltung der Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter im Verwaltungsrat zu dieser Entlassung nicht unbedingt besonders verständlich war (vgl. https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-07/bundesagentur-fuer-arbeit-valerie-holsboer-entlassung-vorstand?print oder auch https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bundesagentur-fuer-arbeit-verwaltungsrat-schasst-finanzchefin-holsboer-a-1277045.html sowie https://www.tagesschau.de/inland/ba-bundesagentur-fuer-arbeit-holsboer-103.html).
Schon erstaunlich diese Nähe zur Arbeitgeberseite, die die Versichertenvertreter im Verwaltungsrat mit ihrer Zustimmung zur Entlassung erkennen lassen. Möglicherweise hat der Kollege Urban ja auch bei der BGHM eine derartige - zumindest gedankliche - Nähe zu Aktivitäten der Arbeitgeber und insbesondere zu solchen von Wilfried Ehrlich gepflegt. Dann wird seine Passivität gegenüber den Unterstellungen von "kriminellen Machenschaften", in die Kollegen der IGM verwickelt gewesen sein sollen, zwar erklärlich, aber keineswegs verständlich. Die Unterstellungen bleiben Unterstellungen ohne jegliche sachliche Grundlage, was mittlerweile durch die Gerichte hinreichend und vor allem rechtsverbindlich festgestellt wurde.

Vielleicht erklärt Dr. habil. Hans-Jürgen Urban ja beim kommenden Gewerkschaftstag im Oktober 2019, wie es zu dieser sehr speziellen Politik durch ihn kam und kommt und weshalb er dies als gewerkschaftliche Politik versteht.















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Aktualisiert am 13 Aug 2019 | forum-bg@forum-bg.de

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