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Die BG Holz und Metall (122)

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Zuletzt geändert am 29.04.2019



Die BG Holz und Metall (122) - Der 7. Mai 2019, ein Tag der "Verkündung" der Wende?

In den letzten Tagen wurden die Beschäftigten der BGHM darüber informiert, dass ihnen von den Vorsitzenden des Vorstandes, also von Prof. Dr. Kreßel und Wagner eine wichtige Neuigkeit verkündet werden solle und zwar am 7. Mai 2019. Da diese Information zunächst von Herrn Gros, also dem Präventionsleiter der BGHM, an die Beschäftigten im Bereich der Prävention gegeben wurde, keimte die Vermutung auf, es solle etwas im Bereich der Prävention verändert oder gar verbessert werden. Erst mit der Information durch Christiane Most-Pfannebecker, der Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit bei der BGHM, wurde der tatsächliche Inhalt der anstehenden "Verkündigung" bekannt. Der eine oder die andere mögen sich nun fragen, ob der Vorstand etwa das gerade vorübergegangene Osterfest als Anlass für die "Verkündigung" gewählt haben mag? Man weiß es nicht.


Worum geht es nun bei der "Verkündung"?

Es ist zu lesen,
"der Vorstand empfiehlt der Vertreterversammlung der BGHM, eine Satzungsänderung zu beschließen. Sie betrifft die Zusammensetzung der Geschäftsführung: Zukünftig soll die BGHM von einem Geschäftsführer / einer Geschäftsführerin und einem Stellvertreter / einer Stellvertreterin geleitet werden."

Die bisherige Form einer dreiköpfigen Geschäftsführung mit einem Vorsitzenden soll also beendet und es soll zu dem früher praktiziertem Leitungskonzept zurückgekehrt werden. Das alles obwohl Wilfried Ehrlich die jetzige Geschäftsführung als "gut funktionierend" beurteilt hatte.

Am 7. Mai 2019 um 9.00 Uhr werden die beiden Vorsitzenden des Vorstandes nun, so ist angekündigt, die Beschäftigten bei der BGHM über die organisatorischen Änderungen und die sich ergebenden Einzelheiten informieren, wozu hoffentlich auch die Bekanntgabe des Termins der Änderung gehört. Die zentrale Veranstaltung findet in Mainz statt und wird via Skype an die Standorte der BGHM übertragen. So teilten es den Beschäftigten die Herren Dr. Platz, Schmitz und Dr. Römer mit. Etwas erstaunlich, dass diese Mitteilung wieder nicht vom Vorstand und dessen Vorsitzenden gezeichnet wurde, so dass sie letztlich keinen Verbindlichkeitswert hat.


Was mag den Vorstand zu einem Umdenken veranlasst haben?

Die Ablösung der bisherigen Form der Geschäftsführung durch ein drei-köpfiges Team und die Rückkehr zu einer Hauptgeschäftsführung und einer Stellvertretung durch jeweils eine Person ist ja etwas überraschend. Überraschend insofern, als der amtierende Vorstand, wie auch der vorhergehende Vorstand nicht übermäßig dadurch aufgefallen sind, dass sie der Geschäftsführung enge Vorgaben gemacht hätten. Vielmehr haben sie die Aktivitäten der Geschäftsführung im Nachgang schlicht abgesegnet.

Wie kommt es nun zu diesem Umdenken? Sollte etwa Fritsche seine früher gemachten Äußerungen zu einer Rückkehr zu einer Hauptgeschäftsführung tatsächlich ernst gemeint haben und eben nur etwas länger für diese Überlegungen gebraucht haben? Es wäre möglich. Dann könnte es ja auch noch innerhalb des nächsten bzw. übernächsten Jahrzehnts auch noch zu einer Besetzung der Führungsposition der BGHM durch eine Frau kommen. Fritsche hatte so etwas ja auch schon einmal ankündigend erwähnt. Manchmal dauert es - so wie wohl bei ihm - eben etwas länger.


Aber trotzdem, was mag den Vorstand wohl zu dieser Entscheidung bewogen haben?

Zunächst denkt man dabei natürlich an die "besondere" Abhängigkeit, in die sich der Vorstand in der vergangenen wie auch in der aktuellen Wahlperiode gegenüber Dr. Platz begeben hat. Sich hieraus zu befreien dauert auf jeden Fall und setzt überdies einiges voraus, was beim Vorstand bislang nicht zu beobachten war. Sollte das dem Vorstand etwa bewusst geworden oder gar aufgefallen sein? Sollte er gar aufgewacht sein und sich nun sogar seiner Aufgaben und seiner Pflichten erinnern und diesen gar dann auch noch nachgehen wollen? Dann sollte er sich vor allem an die vorrangige Wahrnehmung der Präventionsaufgaben erinnern, die Dr. Platz in eine nachrangige Position verschoben hat. Erinnern sollte er sich aber auch an die, von Dr. Platz initiierten, völlig sinnlosen, aber enorm kostenaufwändigen juristischen Verfahren gegen frühere Mitglieder der Selbstverwaltungsgremien und gegen frühere Beschäftigte der HüWaBG sowie der MMBG. Da wären Nachdenken und einige Aktivitäten beim Vorstand sicherlich nicht verkehrt. Sollte beim Vorstand - so sagt man wohl - tatsächlich ein Groschen gefallen sein? Es bleibt abzuwarten.

Oder sollte der Übergang von Dr. Platz in die Passivphase der Altersteilzeit die Ursache für die neue Orientierung gewesen sein? Schließlich scheint es ja hinsichtlich der Findung eines geeigneten Nachfolgers bzw. einer geeigneten Nachfolgerin einige Probleme gegeben zu haben und immer noch zu geben. Forum-BG hat diesbezüglich ja schon berichtet. Sollte es gar so gewesen sein, dass dem Vorstand die Idee zur Rückkehr zur früheren Form der Geschäftsführung dadurch kam, weil er sich mit zwei Konkurrentenklagen konfrontiert sah?

Wie Forum-BG zwischenzeitlich erfahren konnte, haben sowohl Herr Schmitz, als auch Dr. Römer angeblich eine Konkurrentenklage eingeleitet. Dies ist insofern bemerkenswert, da beide, Schmitz wie Römer mit beratender Stimme dem Vorstand angehören, gegen den sich nun die beiden Klagen richten. Darf hier vermutet werden, dass es ein gestörtes Vertrauensverhältnis der Mitglieder der Geschäftsführung zum Vorstand gibt? Einen Misstrauensbeweis gegen den Vorstand stellen die Klagen auf jeden Fall dar. Es könnte natürlich auch sein, dass die beiden Mitglieder der Geschäftsführung vorzeitig aus ihrem Dienstverhältnis ausscheiden wollen und neben der weiteren Zahlung ihres Gehalts, eine hohe Abfindung erhalten wollen?

Aber warum eigentlich eine Abfindung? Mitglieder der Geschäftsführung, die gegen den Vorstand klagen liefern allemal einen wichtigen Grund für ihre Amtsenthebung nach § 59 Abs. 2 SGB IV und schließlich hat eine derartige Änderung der Satzung, abhängig davon, wann sie in Kraft tritt, durchaus Wirkungen für die bisherige Geschäftsführung. Mit dem in Krafttreten der geänderten Satzung werden die bisher der Geschäftsführung angehörenden Personen ihre Ämter verlieren. D.h., es muss ihnen bei gleicher Eingruppierung, also B7 für die Herren Schmitz und Dr. Römer und B8 für Dr. Platz, eine andere Aufgabe übertragen werden, das kann auch die neue Funktion des Hauptgeschäftsführers bzw. des stellvertretenden Hauptgeschäftsführers sein. Das führt zu der naheliegenden Überlegung, ob nicht doch Dr. Platz wieder einmal alle im Hintergrund eingefädelt hat, um sich seinen Traum von der HGF-Position bei der BGHM zu erfüllen. Insofern könnte es durchaus sein, dass nur zwei Herren den Rest ihrer Beschäftigungszeit bei der BGHM in anderen Funktionen bei weiterhin gleicher Entlohnung verbringen werden.

Ein kleiner Scherz: Es gibt ja wohl eine Bibliothek, die aufgeräumt werden muss.

Damit ist man natürlich wieder bei dem Punkt, dass alle zwei ein großes Interesse haben dürften, schnell ausscheiden zu können und zwar unter Fortbezahlung des bisherigen Gehalts und unter Mitnahme einer möglichst hohen Abfindungszahlung. Soweit Forum-BG erfahren konnte, finden solche Gespräche über Abfindungszahlungen angeblich bereits statt. Ansprüche darauf haben die betroffenen Mitglieder der Geschäftsführung nicht. Andererseits könnten die Abfindungszahlungen gut investiertes Geld sein, denn die Höhe der Summen bei diesen Zahlungen würden in keinem Verhältnis zu den Schäden stehen, die die Geschäftsführungsmitglieder bei Verbleib vermutlich noch zu Lasten der BGHM anrichten könnten.

Jedenfalls werden die drei Geschäftsführungsmitglieder sehr gerne kontrollieren, denn sie hören und sehen ja, wer welche Fragen an die Vorsitzenden richtet, um in ihrer verbleibenden Zeit möglicherweise noch disziplinarische Maßnahmen gegen DO-Angestellte einzuleiten und Kündigungen wegen ungebührlichen Verhaltens gegen die Geschäftsführung auszusprechen. Vorsicht ist also geboten.

Die Versicherten können folglich aus der Skype-Veranstaltung keine positiven Impulse erwarten. Vielleicht bedenken sie dies und suchen den unmittelbaren Kontakt mit den Beschäftigten der BGHM, schließlich gibt es beispielsweise AP-Tagungen und andere Veranstaltungen dieser Art, man kann aber auch ganz einfach einmal die (H)PR-Vorsitzenden zu einer Vorbesprechung einladen!















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Aktualisiert am 13 Nov 2019 | forum-bg@forum-bg.de

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