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Die BG Holz und Metall (114) Seite 2

Neues > 2018

Zuletzt geändert am 17.09.2018



Die BG Holz und Metall (114) - … und ihre Personalpolitik
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... und es kommt noch krasser: Kennen Sie VUKA?

Bei der BGHM wird nicht nur auf die "Post Merger Integration" sowie das Peter-Prinzip zurückgegriffen, nein, die Geschäftsführung hat für die Betrachtung und Einschätzung ihrer Arbeit die Orientierung an einem Management namens VUKA gewählt.

Für alle, denen VUKA nichts sagt - was keineswegs eine Bildungslücke darstellt -, der kann bei Wikipedia folgendes nachlesen (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/VUCA):

"VUCA ist ein Akronym für die englischen Begriffe volatility, uncertainty, complexity und ambiguity (deutsch Volatilität (Unbeständigkeit), Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit).
Es beschreibt schwierige Rahmenbedingungen der Unternehmensführung. Der Begriff entstand in den 1990er Jahren in einer amerikanischen Militärhochschule und diente zunächst dazu, die multilaterale Welt nach dem Ende des Kalten Krieges zu beschreiben. Später breitete der Begriff sich auch in andere Bereiche strategischer Führung und auf andere Arten von Organisationen aus, vom Bildungsbereich bis in die Wirtschaft."


Ein erstaunlicher Ansatz für die Führung einer Berufsgenossenschaft, wenn man bedenkt, dass es sich bei der BGHM immer noch um eine gesetzliche Unfallversicherung handelt, ja sogar um eine der größten, der Versichertenzahl nach. Eine öffentlich-rechtliche Einrichtung, wie es die BGHM nun einmal ist, geht bei der internen Organisation der Verwaltung und bei der Erledigung der ihr übertragenen Aufgaben von einer Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit aus? Nur sehr schwer verständlich, vor allem, wenn man sich daran erinnert, dass die Aufgaben für gesetzlichen Unfallversicherungen ganz klar rechtlich gefasst sind. Ganz klar auch, wenn man sich erinnert, dass es neben der Gewerbeaufsicht insbesondere die Unfallversicherungen sind, die für die Umsetzung der Arbeits- und Gesundheitsschutzvorschriften in den Mitgliedsbetrieben zu sorgen haben. Sie haben Betriebe, die gegen geltendes Recht und geltende Vorschriften im Arbeits- und Gesundheitsschutz verstoßen hierauf hinzuweisen und gegebenenfalls mittels eines Bußgeldes zu einer regelkonformen Umsetzung zu zwingen. Hierbei gibt es weder eine "Unbeständigkeit", noch eine "Unsicherheit", noch eine "Komplexität" oder "Mehrdeutigkeit".

Wie kommen Dr. Platz und Co also darauf, dieses - zumindest für eine Berufsgenossenschaft - bizarre Konzept eines Personalmanagements einzusetzen? Sind sie bereits so verwirrt oder sollte es etwa so sein, dass der Arbeitgeberverband Metall in Hessen Anstoß gegeben oder seine Finger noch mehr im Spiel gehabt hat? Schließlich bietet er Schulungen zu VUKA an und scheint diesen Ansatz für gut zu halten.

Möglicherweise werden Sie sich nun fragen, wie Forum-BG zu diesen Informationen über diese Form des Personalmanagements bei der BGHM kommt. Sehr einfach, bitte lesen Sie den folgenden Beitrag, der in "BGHM inside - Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BGHM", Ausgabe 18, April 2018, S. 6f erschienen ist, dann beantwortet sich Ihre Frage:






Zweifelsfrei ein "Personalentwicklungskonzept", das weniger für eine zielgerichtete Personalplanung, bei der die Aufgaben und Ziele für eine Entwicklung und Auswahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestimmend sind, sondern mehr für eine Personalplanung nach Gutsherrnart, oder wie die Arbeitsgruppe es benennt, nach Kaiser Albertus Platzus Art bestimmt ist. Ein Personalentwicklungskonzept, das dem Mitglied der Mainzer Schwellköpfe, Dr. Platz, logischerweise als das einzig wahre erscheinen muss.

Interessant ist dabei, dass die Arbeitsgruppe 3 des Seminars auch die besondere Rolle von Christian Heck durchaus richtig erkannt hat. Schließlich war es eben jener hier erwähnte Christian Heck, der sich mit den Ermittlungen und Verdächtigungen gegen Selbstverwalter und Beschäftigte der MMBG und der HWBG bei "Kaiser Albertus Platzus", oder einfacher Dr. Platz, hoch verdient gemacht hat. Eben dieser Christian Heck hat nun eine entscheidende Rolle bei der Personalauswahl und Stellenbesetzung. Ein Resultat von VUKA?


… und wofür eigentlich Selbstverwaltung?

Seit der Fusion vor mittlerweile mehr als 6 Jahren hat bei der BGHM eine Entwicklung stattgefunden, die eigentlich das Eingreifen der Aufsichtsbehörden, also des BVA sowie des BMAS dringend erforderlich machen würde. Schließlich hat der eigentlich für die BGHM und damit für die Personalentwicklung, für die Personalauswahl, für die Prävention und der positive Weiterentwicklung, für die Kontrolle und Beratung der Betriebe sowie für die Um- und Durchsetzung der Rehabilitationsmaßnahmen verantwortliche Vorstand wohl seine Tätigkeit inzwischen völlig aufgegeben und sich auf reine Repräsentationsaufgaben reduziert.

Dieses völlige Versagen der Selbstverwaltung mag zwar ganz im Sinne der Automobilindustrie sowie der sonstigen Großindustrie sein, es stellt aber vor allem einen eklatanten Rechtsbruch dar. Wenn man sich daran erinnert, mit welchen hanebüchenen Vorwürfen frühere Mitglieder der Selbstverwaltung der MMBG sowie der HWBG sich eben von Dr. Platz und dem letzten, wie auch dem aktuellen amtierenden Vorstand konfrontiert sahen, u.a. hätten sie zu viel Geld für die Prävention ausgegeben, dann kann man nur noch staunen.

Ist es dann eigentlich verwunderlich, wenn man wieder einmal frägt, wie die zuständige Abteilung der IG Metall zu diesem Skandal steht? Ist es dann eigentlich noch verwunderlich, wenn man an der Kompetenz und am Willen des, beim Vorstand der IG Metall für Fragen des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes zuständigen Vorstandsmitgliedes, Dr. habil. Hans-Jürgen Urban massiv zweifelt? Was soll man von Aussagen zu "guter Arbeit" halten, wenn die bestehenden rechtlichen Vorgaben für den Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Betrieben, wie sie für die Unfallversicherungen gelten, so mit Füßen getreten werden? Ist Dr. habil. Hans-Jürgen Urban, Heinz Fritsche, Bernhard Wagner und den sonstigen Vorstandsmitgliedern eigentlich bewusst, dass sie auf diese Weise die Existenz und Notwendigkeit von Selbstverwaltung auch im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherungen überflüssig machen?

Möglicherweise wollen die aufgeführten Personen auch gemeinsam mit den Vertretern der Automobil- und Großindustrie im Vorstand der BGHM und mit Kaiser Albertus Platzus die gesetzliche Unfallversicherung ganz abschaffen, damit endlich die Arbeitnehmer, die Versicherten, sich an den Versicherungsbeiträgen im Falle der Zusammenlegung mit der gesetzlichen Krankenversicherung und/oder Rentenversicherung beteiligen sollen? Nimmt man sich etwa gar schon Österreich und dessen Planungen zur "Kosteneinsparung" bei der AUVA zum Vorbild? Schwappen etwa die Ideen von Kurz und Strache, also von ÖVP und FPÖ auch schon in den Köpfen von Dr. Platz und amtierendem Vorstand?

Oder denkt man bei der BGHM, also bei Dr. Platz und Co aus der Automobilindustrie, etwa noch weiter, gar an ein künftiges Freihandelsabkommen mit den USA und damit verbunden, an eine Privatisierung der bislang noch gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland? Man würde es den einen, wie den anderen durchaus zutrauen!





































































































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