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Die BG Holz und Metall (114)

Neues > 2018

Zuletzt geändert am 17.09.2018



Die BG Holz und Metall (114) - … und ihre Personalpolitik


Im letzten Beitrag ( Die BG Holz und Metall (113)) hat Forum-BG darüber berichtet, dass bei der BGHM einige personelle Veränderungen anstehen.


Personalpolitik nach Art der BGHM

Schon in der Vergangenheit hatten Dr. Platz und Wilfried Ehrlich dafür gesorgt, dass die Fusion ganz nach ihrem Wollen und ihren Vorstellungen sich zu vollziehen habe. Dazu gehörte zunächst, missliebige Mitglieder der aktuellen und der früheren Selbstverwaltungsgremien auszuschalten. Dazu gehörte auch, missliebige aktuelle bzw. frühere Beschäftigte aus den "anderen" BGen, also der MMBG wie auch der HWBG auszuschalten. Entsprechend wurden alte Gefolgsleute von Dr. Platz aus der früheren BG Metall Süd damit beauftragt entsprechende, die Bestrebungen von Dr. Platz und Wilfried Ehrlich unterstützende, "Fakten" zu suchen. Die Herren Heck und Trocha sowie ihr Arbeitsstab legte entsprechende "Fakten" dem entsprechend dann auch vor. Zwar kann man mittlerweile nach mehr als sechs Jahren feststellen, dass die gesammelten "Fakten" nur die Qualität einer üblen Nachrede hatten. Sie waren für Dr. Platz und Co, wie auch für Wilfried Ehrlich aber insofern nützlich, da sie Personalentscheide nach ihrem Gutdünken ermöglichten.


"Post Merger Integration" und das "Peter-Prinzip", Dr. Platz nutzt alle Möglichkeiten!

Interessant ist in dem Zusammenhang, dass, wie zu hören ist, Dr. Platz und Trocha einen Doktoranden bei seiner Arbeit zum Thema "Post Merger Integration" unterstützt haben. Es ist natürlich immer positiv, wenn Promotionen von Unternehmen unterstützt werden. Bei "Post Merger Integration" geht es um ein Handlungs- und Aktionskonzept für die Fusion von Unternehmen. Im Gabler Wirtschaftslexikon ist hierzu vermerkt, die Definition von "Post Merger Integration" sei:

"Integrationen im Zuge von Unternehmensakquisitionen und -fusionen (Post Merger Integration) finden unter spezifischen Rahmenbedingungen und wechselnden Vorzeichen statt. Nichtsdestoweniger lassen sich fünf wichtige Kernaufgaben identifizieren, die bei jeder Post Merger Integration nahezu immer die gleichen sind.
Der folgende Artikel betrachtet die einzelnen Schritte
(1) Aufsetzen des Integrationsprojektes,
(2) Verzahnung der Führungsorganisation,
(3) Besetzung der Führungsmannschaft,
(4) Ausrichten des Mitarbeiterverhaltens sowie
(5) Verzahnung der operativen Geschäftsaktivitäten näher und legt dar, warum nur die erfolgreiche Umsetzung dieser fünf Schritte zum erfolgreichen Abschluss des Integrationsvorhabens führt."


Was in dieser Definition relativ neutral klingt, in der Praxis der BGHM unter Dr. Platz und "seinen" Vorständen - also frühere unter Wilfried Ehrlich und aktuelle unter Prof. Dr. Kressel - sieht es aus, dass solch ein Managementkonzept dazu genutzt wird, nicht unbedingt kompetente, sondern eher Vertraute und Willige in die Schlüsselstellungen zu befördern. Insofern sollte der unterstützte Doktorand allerdings eine gewisse Skepsis walten lassen.

So ist inzwischen beispielsweise offiziell verlautbart, dass ein Herr Bachor, nachdem er kurzzeitig in der Prävention tätig war, nun die Leitung der Hauptabteilung Finanzen übernommen hat. Liegt man falsch, wenn man hier die Anwendung eines weiteren Prinzips zu erkennen glaubt, nämlich des Peters-Prinzips, benannt nach Laurence J. Peter, der diese These formuliert hat?

In Wikipedia wird dieses Prinzip folgendermaßen knapp zusammengefasst beschrieben:

"Peters These ist, dass jedes Mitglied einer ausreichend komplexen Hierarchie so lange befördert wird, bis es das Maß seiner absoluten Unfähigkeit erreicht hat, was in der Regel das persönliche Maximum der Karriereleiter markiert und weitere Beförderungen ausbleiben lässt. Peter: "Nach einer gewissen Zeit wird jede Position von einem Mitarbeiter besetzt, der unfähig ist, seine Aufgabe zu erfüllen.""

Es wäre nun aber sicherlich falsch anzunehmen, die Führung der BGHM unter Dr. Platz und Co hinge bei ihrer Führung einer streng wissenschaftlichen Begründung oder gar einer wissenschaftlichen Orientierung an. Das ganz sicherlich nicht. Vielmehr lässt sich feststellen, dass bei der BGHM unter Dr. Platz ein Führungsstil praktiziert wird, der darauf ausgerichtet ist, die Interessen der obersten Leitung, also einerseits von Dr. Platz und andererseits von den Vertretern der Automobilindustrie sowie der Großindustrie, früher von Wilfried Ehrlich und heute Prof. Dr. Kressel, systematisch und zielgerichtet bei der BGHM umzusetzen.

Auch wenn die Aufgaben der gesetzlichen Unfallversicherungen streng rechtlich vorgegeben sind, diese Vorgaben scheinen weder Dr. Platz, noch die verantwortliche Selbstverwaltung praktisch zu interessieren. Der festzustellende laufende Abbau im Bereich der Prävention, also etwa bei den Schulungsangeboten, ist hierfür ein gewichtiges Beispiel. Ein anderes Beispiel für den Abbau im Bereich Prävention ist die immer stärkere Belastung der Aufsichtspersonen mit Verwaltungsaufgaben, die zwangsläufig dazu führt, dass für ihre Aktivitäten in den Betrieben - für Kontrollen, für Beratung, für Unterrichtung sowie für Überwachung - immer weniger Zeit verbleibt. Nicht die Umsetzung von Sozialrecht, sondern die finanzielle "Entlastung" der Betriebe durch Einsparungen bei der Verwaltung stehen im Vordergrund. Dass dies zu Lasten des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes geht, scheint niemanden zu stören. Es scheint auch niemanden zu stören, dass nunmehr den, vom geringeren Arbeits- und Gesundheitsschutz betroffenen Beschäftigten nicht nur soziales Leid, sondern auch noch die Kosten übertragen werden. Kosten, die durch den entstandenen Schaden wesentlich höher liegen, als wenn man dafür gesorgt hätte, dass ein optimaler Arbeits- und Gesundheitsschutz um- und durchgesetzt worden wäre. Vielleicht sollten die Versichertenvertreter im Vorstand der BGHM einmal die einschlägigen Berichte lesen, vielleicht ginge ihnen dann doch noch ein Licht auf. Zu empfehlen wäre etwa https://www.berufskrankheiten.de/wp-content/uploads/2018/09/AuA-0918-530-ff.pdf.

Es ist jedenfalls leicht verständlich, dass nicht wenige Beschäftigte im Bereich der Prävention froh darüber sind, dass Herr Bachor aus ihrem Fachbereich ausscheidet. Ein dramatischer Verlust an Kompetenzen im Bereich der Prävention ist damit ja sicherlich nicht verbunden. Gleichwohl sollte nicht übersehen werden, dass die Beschäftigten im Bereich der Prävention auch weiterhin mit Herrn Bachor zu tun haben werden, soweit er für Entscheidungen für die finanzielle Ausstattung der Prävention zuständig ist.

Überdies haben Dr. Platz und Wilfried Ehrlich ja schon dafür gesorgt, dass in der Abteilung Prävention weitere Führungspositionen mit ihnen wohlgesonnenen Personen besetzt wurden. Wie zu vernehmen ist, hat sich auf die Ausschreibung der STORP-Stelle bislang niemand beworben. Weshalb wohl? Könnte der Grund hierfür darin liegen, dass niemand mit einem Roland Trocha zusammenarbeiten möchte? So hört man zumindest.


... und es kommt noch krasser: Kennen Sie VUKA?

Lesen Sie weiter auf Seite 2





































































































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