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Die BG Holz und Metall (107)

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Zuletzt geändert am 11.02.2018


Die BG Holz und Metall (107) - … und die neue Selbstverwaltung ist auch nicht aktiver!

Auch wenn ein Teil der neu gewählten Selbstverwaltung auch schon der vorherigen Selbstverwaltung angehörte, war zu hoffen, dass mit den Wahlen möglicherweise eine neu engagierte Interessensvertretung der Versicherten zustande gekommen wäre. So etwas soll es ja schon gegeben haben. Leider scheint dem aber nicht so zu sein. Die Kolleginnen und Kollegen haben sich wohl vorgenommen, mit der gleichen Unbedarftheit und mit der gleichen Interessenlosigkeit in der Selbstverwaltung zu sitzen, wie es schon die vorherige Selbstverwaltung getan hat. Sie scheint vor allem die Praxis übernommen zu haben, nicht selbst die anstehenden Entscheidungen zu treffen, sondern schlicht - sowohl was das Verfahren, als auch was die inhaltliche Zielsetzung betrifft - die Vorschläge der Geschäftsführung unter Dr. Platz ab zu nicken, sofern sie überhaupt noch informiert und nach einer Entscheidung gefragt wird.


Worum geht es?

  • Wieder einmal Immobiliengeschäfte


In einem früheren Beitrag hat Forum-BG bereits darüber berichtet, dass die Geschäftsführung, zuständig Michael Schmitz, die Bezirksverwaltung in Köln schließen und die Aufgaben auf die Düsseldorfer Bezirksverwaltung übertragen möchte (vgl. Die BG Holz und Metall (106) oder Die BG Holz und Metall (104) Teil 3). Dies widerspricht den Fusionsvereinbarungen, aber was kümmert das schon Michael Schmitz oder Dr. Platz. Leider legt der amtierende Vorstand auch keinen großen Wert auf die Einhaltung der Fusionsvereinbarungen. Es ist schon peinlich, feststellen zu müssen, wie gleichgültig, oder soll man sagen ignorant, die Vertreter der Versicherten mit den früher gefassten Fusionsbeschlüssen und überdies auch noch mit den Interessen der Beschäftigten bei der BGHM umgehen. Niemand von den Versichertenvertretern im Vorstand scheint zu erkennen, dass dieser Bruch des Fusionsvertrages auch die Interessen der Versicherten, also der Kolleginnen und Kollegen in den Mitgliedsbetrieben, deren Interessen sie ja eigentlich vertreten sollten, tangiert?

Es ist zu vermuten, dass den Versichertenvertretern im Vorstand der BGHM die Reaktion des Hauptpersonalrates auf ihre Entscheidung bezüglich der Schließung der Bezirksverwaltung Köln nicht bekannt ist, schließlich hat bereits die vorherige Selbstverwaltung sich nicht um die Wirkungen ihrer Beschlüsse gekümmert und ist treuherzig Dr. Platz und Wilfried Ehrlich gefolgt, also der Geschäftsführung und dem tonangebenden Arbeitgebervertreter. Sich der politischen Bedeutung von Beschlüssen bewusst zu werden, das war und ist leider nicht die Charakteristik der alten und neuen Selbstverwaltung.

Hier also einmal zum Nachlesen:





  • Und auch wieder um Kosteneinsparung durch Leistungseinschränkungen


Dr. Platz hat ja schon in der Vergangenheit hinreichend belegt, dass er eigentlich überhaupt nicht versteht, dass es sich bei der BGHM um eine gesetzliche Unfallversicherung handelt, deren Aufgaben und Zielsetzungen im SGB VII klar und - eigentlich - unmissverständlich beschrieben sind. Dabei heißt es in §1 SGB VII doch leicht verständlich bereits im §1 des SGB VII:

"§ 1 Prävention, Rehabilitation, Entschädigung
Aufgabe der Unfallversicherung ist es, nach Maßgabe der Vorschriften dieses Buches
1. mit allen geeigneten Mitteln Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten,
2. nach Eintritt von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Versicherten mit allen geeigneten Mitteln wiederherzustellen und sie oder ihre Hinterbliebenen durch Geldleistungen zu entschädigen."


Ergänzend und konkretisierend hierzu sind insbesondere in den
§§ 14, 15, 17, 18, 19, 23 und 24, sogar für juristische Laien leicht erkenntlich die Aufgaben zusammengefasst, die die gesetzlichen Unfallversicherungen in der Prävention zu erbringen haben. Nicht zu übersehen ist, dass diese §§ unter dem Kapitel zwei: Prävention zu finden sind. Aber das ist wohl für Dr. Platz, trotz der Einfachheit und Klarheit, anscheinend immer noch zu komplex. Unter seiner Leitung wird immer noch intensiv daran gearbeitet, Kosten für Prävention in den Mitgliedsbetrieben der BGHM einzusparen und dabei unter Gesetzesbruch - oder wie soll man das sonst nennen -, die Überwachung der Betriebe sowie die Qualifizierung der betrieblichen Verantwortlichen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz noch weiter zu verringern.

Und damit ist man auch wieder bei der Selbstverwaltung, insbesondere beim Vorstand und ganz besonders bei den Versichertenvertretern im Vorstand, die das anscheinend alles einfach dulden! Oder sollten sie etwa überhaupt noch nicht mitbekommen haben, was sich da tut? Auch das wäre ihnen zuzutrauen.
Dann können sie es hier nachlesen:





Oder muss man es so sehen:

Bereits in der Vergangenheit war die Geschäftsführung der BGHM ja ganz wesentlich durch die Interessen der Automobilindustrie geprägt. Dr. Platz und Wilfried Ehrlich haben hierfür wohl sehr eng zusammengarbeitet. Wie mittlerweile bekannt geworden ist, stehen die Vertreter der Automobilindustrie weniger für gesundheits- und umweltverträgliche Produkte, sondern haben keinerlei Hemmungen alles dafür zu tun, dass sie ja nicht gezwungen werden, umweltverträglichere und vor allem gesundheitsverträglichere Produkte herzustellen. Dafür scheuen sie nicht einmal vor angeblich "wissenschaftlichen Projekten" mit Affen und sogar mit Menschen zurück. Hauptsache sie können behaupten, ihre Produkte seinen "verträglich und nicht gesundheitsschädlich".

Anscheinend ist die Automobilindustrie, mit Unterstützung von Dr. Platz, nun daran interessiert, den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz analog dieser "Forschungsansätze" zu verbilligen. Frei nach dem Motto, da müsste doch der Profit noch gesteigert werden können, wenn die Beschäftigten den Arbeitsbedingungen und nicht die Arbeitsbedingungen den Beschäftigten angepasst werden! Ansätze hierzu gab es bereits früher schon. Ein Argument hierfür könnte etwa in der Veränderung der Zusammensetzung der Selbstverwaltungsgremien zu Gunsten der Automobilindustrie gesehen werden. Wer erinnert sich beispielsweise noch, wie Wilfried Ehrlich als Repräsentant der Automobilindustrie, Dr. Thieler als Repräsentat der Metallindustrie "abgelöst". Dabei spielte die Vereinigung der Automobilarbeitgeber, so war zu erfahren eine bedeutende Rolle und es wurde, wohl ganz im Stil der Automobilindustrie, nicht gescheut, Dr. Thieler wegen angeblicher "strafbarer Handlungen" - die völlig aus der Luft gegriffen waren - aus dem Amt zu drängen. Und mittlerweile liegt die Arbeit des Vorstandes in der Hand eines Vertreters von Daimler. Ist dabei nicht auch interessant, dass eben dieser Vorstandsvorsitzende der BGHM aus dem Hause Daimler als promovierter und habilitierter Jurist über viele Jahre nicht erkennen konnte, dass den juristischen Aktivitäten der BGHM gegen frühere Beschäftigte und Selbstverwalter der MMBG sowie der HWBG jegliche Grundlage fehlte? Aber wer an Affen Versuche durchführt, um die Unbedenklichkeit seiner Automobile zu belegen, der dürfte auch davor nicht zurückschrecken, sich seinen Zugang zu Gremien mit haltlosen Verdächtigungen zu verschaffen.

Man muss aber auch konstatieren, dass diese Machenschaften von den Versichertenvertretern zumindest toleriert und schon gar nicht kritisch hinterfragt wurden. Oder sollte dabei auch beim einen oder anderen Versichertenvertreter oder bei der einen oder anderen Versichertenvertreterin schlicht die Beschäftigung in der Automobilindustrie bzw. in einem Zulieferbetrieb für die Automobilindustrie eine Rolle gespielt haben? Wäre ja denkbar!


… und nun noch eine jahreszeitbedingte Anmerkung:

Die BGHM ist durch Dr. Platz, seiner Qualifikation nach Jurist, aber seines Zeichens nach auch Schwellkoppträger im Mainzer Karnevall, wohl inzwischen auf dem besten Weg ein eigenständiger Karnevallverein zu werden: Seit dieser Karnevalssession kann sich die BGHM rühmen, dass sich unter ihren Beschäftigten nicht nur mindestens ein Schwellkopfträger, sondern nun auch ein Karnevallsprinzesschen befindet (vgl https://www.youtube.com/watch?v=e5wkMmwSR1I sowie https://www.youtube.com/watch?v=npU_eyvT5ac). Damit dürfte die Stabsstelle von Herrn Bachor innerbg-lich einen ordentlichen Bedeutungsschub erhalten haben und Herr Bachor kann sich, vielleicht gemeinsam mit seinem Kollegen Trocha, wieder mehr den "Leidenschaften" widmen, denen er sich, wie zu hören ist, sonst so widmet, .

Bekannt ist allerdings immer noch nicht, ob eine juristische Ausbildung Voraussetzung dafür ist, dass man bei der BGHM karnevallistische Funktionen übernehmen kann, oder, ob die Auswahl- und Einstellungsvoraussetzungen von Juristen bei der BGHM eher unter der Prämisse erfolgt, dass die Bewerber schon entsprechend närrische Voraussetzungen mitbringen, sich aber zumindest für allerlei Narreteien bereit und offen zeigen müssen.

Wäre es falsch zu sagen: Das Vermächtnis der Schwellköpfe trägt bei der BGHM jedenfalls Früchte?















































































































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Aktualisiert am 10 Apr 2018 | forum-bg@forum-bg.de

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