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Die Anpassung der Reha zum Zweiten

Neues > 2008

Zuletzt geändert am 22.11.2008


Entgegen der bisherigen Konzeption soll der Mitgliederversammlung des DGUV e.V. am 27./28. November 2008 in Fulda nicht mehr ein Eckpunktepapier zur Neuausrichtung der Heilverfahren, sondern nur noch ein "Entwurf von Eckpunkten zur Neugestaltung der Heilverfahren in der gesetzlichen Unfallversicherung" zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Dieser Entwurf hat gegenüber dem früheren Entwurf an einigen Stellen erhebliche Veränderungen erfahren. Aus den vorweggestellten Zielen ist zu entnehmen, dass jetzt weniger inhaltliche Festlegungen getroffen, als vielmehr ein breiterer Diskussionsprozess angeregt werden solle. Konkrete Konzepte sollen erst in 2009 erarbeitet werden. Damit wurde die Unterordnung der Ziele unter die Lagebeschreibung aufgegeben, was sicherlich vernünftig im Sinne der Versicherten ist, die eine Reha-Maßnahme der Unfallversicherungsträger in Anspruch nehmen müssen. Aus der Entwicklung des Gesundheitssystems ein unfallversicherungsrelevantes Rehabilitationskonzept zu erarbeiten stellt eine Verkehrung der Verhältnisse dar.

Insgesamt wurde das Papier in der neuen Version offener formuliert. Zu begrüßen ist, dass die optimale Versorgung der betroffenen Versicherten an der einen oder anderen Stelle stärker in den Mittelpunkt gerückt und damit der bestehende gesetzliche Auftrag wieder in Erinnerung gebracht wurde.

Interessant ist allerdings die zugrundegelegte Zeitplanung, die eine Umsetzung der in 2009 zu beschließenden Maßnahmen ab 2011 sowie eine Neuorganisation der BG-Kliniken zu Beginn 2012 vorsieht. Damit wird die Umsetzung in die Neukonstituierung der Selbstverwaltungsgremien fallen. Die beschlussfassenden und umsetzenden Gremien werden personell also nur partiell identisch sein. Und da erfahrungsgemäß die Selbstverwaltungsgremien nach ihrer Konstituierung eine gewisse Zeit der Einarbeitung in die Aufgaben brauchen, wird die Umsetzung der 2009 zu verabschiedenden Eckpunkte zunächst ohne die intensive Begleitung der Selbstverwaltungsgremien vonstatten gehen.

Bedenkt man noch die "Schleifspuren", die die laufenden und noch anstehenden Fusionsprozesse bei den Selbstverwaltungsgremien hinterlassen, dann wird die Begleitung der Neustrukturierung der Reha durch die Selbstverwaltung noch geringer ausfallen. Für die versicherten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer trägt dies sicherlich nicht besonders zur Beruhigung bei.

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