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Das neue Bamberger Merkblatt

Neues > 2008

Zuletzt geändert am 25.11.2008


2003 wurde das Bamberger Merkblatt, das Begutachtungsempfehlungen bei Hauterkrankungen beinhaltet, von der Selbstverwaltung des HVBG verabschiedet. Dieses Merkblatt ( http://www.hvbg.de/d/pages/service/download/bk_rep/pdf/bamberg.pdf)
hatte erstmals den Charakter eines antizipierten Sachverständigengutachtens.

Bei den Potsdamer BK-Tagen im Juni 2008 wurde das aktualisierte und erweiterte Bamberger Merkblatt "im Rahmen eines erweiterten interdisziplinären Fachgespräches vorgestellt und mit allen relevanten Kreisen diskutiert ..., so dass nach Verabschiedung und Veröffentlichung die Kriterien eines antizipierten Sachverständigengutachtens erfüllt werden." So zumindest die Auffassung der Verwaltung des DGUV e.V. Ob und in welchem Umfang die Fachdisziplinen an der Überarbeitung tatsächlich beteiligt wurden, ob die interessierten Kreise eingeladen wurden und ob sie sich auch entsprechend an der Diskussion beteiligen konnten, all das ist bislang nicht veröffentlich und mithin nicht überprüfbar. Aus den Erfahrungen in der Vergangenheit ist zumindest Skepsis angeraten. So ist beispielsweise die Einbeziehung der Vorsitzenden einzelner medizinischer Fachgesellschaften ausreichend um die Kriterien für ein antizipiertes Sachverständigengutachten zu erfüllen.

Der Vorstand des DGUV e.V. wird für eine, an den Vorgaben der Rechtsprechung orientierte offene Darlegung des Verfahrens und der Beteiligung zu sorgen haben. Andernfalls sind Rechtsstreitigkeiten sicherlich bereits vorprogrammiert.

Übrigens:
Sollte jemand auf den Gedanken kommen, auf den Seiten des DGUV e.V. etwas über die Überarbeitung des Bamberger Merkblattes nachlesen zu wollen, so wird er nichts finden. Es findet sich nicht einmal ein Hinweis darauf, dass das Bamberger Merkblatt überarbeitet wird. Wie soll ein begutachtender Mediziner oder auch der Rechtsvertreter eines betroffenen Versicherten sich über den aktuellen Stand informieren? Ob damit ein transparentes Verfahren gewährleistet ist, muss stark bezweifelt werden, denn wie erfahren die interessierten Kreise von den Arbeiten an den Empfehlungen? Wohl nur, wenn die Verwaltung des DGUV e.V. sie informiert. Und damit landet man wieder bei einer gewissen Beliebigkeit: Wer letztendlich informiert wird ist der Verwaltung und deren Vorlieben überlassen! Beim Fachgespräch zum Thema Gonarthrose, das am 30.3.2007 stattfand, war von der Verwaltung zunächst überhaupt nicht daran gedacht worden, diejenigen einzuladen, die zu eben dem Thema Gonarthrose ein Forschungsprojekt gerade abgeschlossen hatten, nämlich die Forschungsgruppe aus Frankfurt/Main von Prof. Dr. Gine Elsner und Dr. Andreas Seidler. Erst nach massiver Intervention der Selbstverwaltung folgte dann noch eine halbherzige Einladung an die Vertreter des Projektes ihre Ergebnisse in Form eines umfangreicheren Diskussionsbeitrages vortragen zu können.

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Aktualisiert am 18 Jul 2017 | forum-bg@forum-bg.de

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