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Begaste Container - ein ernstes Gesundheitsrisiko

Neues > 2010

Zuletzt geändert am 7.11.2010



Begaste Container - ein ernstes Gesundheitsrisiko

Unter dem Titel
"Sicherer Umgang mit Import-Containern" findet in den Räumen des Internationalen Seegerichtshofs, Am Internationalen Seegerichtshof 1 - 22609 Hamburg, am 1. Dezember 2010 ein internationaler Workshop statt. Veranstalter ist neben der Hamburger Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz das Universtitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sowie das Zentralistitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin in Hamburg.

Es geht dabei um die Problematik des Umgangs mit begasten Containern. Die
Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz schreibt hierzu auf ihrer Website: "Begaste Container werden vor dem Weitertransport ins Binnenland in der Regel geöffnet, belüftet und frei gemessen, d. h. normalerweise erreichen den Importeur begasungsmittelfreie und auch damit nicht mehr kennzeichnungspflichtige Container. Dennoch sind nach Einschätzungen der Zollabfertigung in Hamburg Importcontainer zu ca. 2 % mit erhöhten Schadstoffkonzentrationen dieser Begasungsmittel (TRGS 512) belastet. Ursache können vorhandene Reste von Begasungsmitteln sein, welche nachgasen oder fehlende Hinweise in den Frachtpapieren, dass überhaupt eine Begasung stattgefunden hat und demzufolge auch keine Freimessung erfolgte. Beim Öffnen der Container am Bestimmungsort sind nun die Beschäftigten diesen Schadstoffexpositionen ausgesetzt. Für das Öffnen von begasten Containereinheiten wurden im Gefahrstoffrecht (TRGS 512) umfangreiche gesetzliche Regelungen getroffen ...
Nach Einschätzungen der Zollabfertigung in Hamburg sind Importcontainer zu ca. 20 Prozent mit erhöhten Schadstoffkonzentrationen belastet. Davon ist ca. „nur“ jeder zehnte Container mit den o. g. Begasungsmitteln (TRGS 512) kontaminiert. Der überwiegende Teil der Schadstoffbelastungen ist produktbedingt. Das Öffnen der Transporteinheiten beim Importeur kann für die Beschäftigten mit entsprechenden Gefahrstoffexpositionen verbunden sein. Es sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung technische, organisatorische und persönliche Arbeitsschutzanforderungen festzulegen. Durch analytische Messungen können Sie als Auftraggeber für Importe oder als Empfänger der Importcontainer gezielt auf ihre Importeure bzw. Warenabsender Einfluss nehmen." ( http://osha.europa.eu/fop/thueringen/de/news/neues/news_201002112)

Stellt sich die Frage, ob das importierende Unternehmen tatsächlich über die Kenntnisse und Voraussetzungen für eine gesundheitlich unbedenkliche Form der Öffnung der Container verfügt. Wer an die vielfach mangelhaften Gefährdungsermittlungen sowie die unzureichenden Kontrollen durch staatliche Überwachungsbehörden einerseits und den berufsgenossenschaftlichen Aufsichtsdienst andererseits denkt (Beispiel EVION in Dortmund), der wird gesundheitliche Schädigungen bei Beschäftigten, Importcontainer zu öffnen und auszuladen haben als hoch wahrscheinlich ansehen.

Die
Tagesordnung dieser Veranstaltung sowie das Formular für die Anmeldung können als pdf-Dateien von der Internetseite http://www.uke.de/institute/arbeitsmedizin/index_13480.php heruntergeladen werden.

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